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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
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scheu Zusummentritt einzuladcn*). Es war die Frage: ob man,von Fremdlingen befehligt, die alte, durch das Blut der Vätereingeweihte, Verfassung ohne Widerstand dahingebcn, oder dieEhre des bisher »»geschändeten Schwcizernamens bis zum Todebehaupten wolle?

Das Einladungsschreiben des Vororts lief durch die hoheSchweiz. Alle Völkerschaften regten sich. In allen Gebirgswin-keln ward es laut. Greise und Kinder dürsteten nach Streit. DerEifer war so groß, daß selbst die Weiber, ihres GeschlechtesSchwäche uneingedcnk, sich zum Kampf erboten.

ES war am ersten Tag des Aprilmonds, da erschienen die Ab-geordneten der fünf alten Orte (Uri, Schwyz, Unterwalden, Zugund Glarus) im Flecken Schwyz. Nur Unterwalden kam amspätesten. Denn das Volk nid dem Walde war durch Parteiungengetrennt. Ein Schreiben von Luzern, reich an großen Beweg-gründen , hatte hier die Gemüther eine Zeit lang wankend gemachtzwischen Annahme des Neuen, oder Vertheidigung des Alten.Schwyz, kaum von seiner Bnndcsbrüder Unentschlossenheit belehrt,sandte sogleich Boten dahin, dieältesten Mit-Landleutc undBrüder zu beschwören, daß sie in diesen über alles wichtigen Tagennicht jene heiligen Bande der Bruderliebe zerreißen möchten, durchwelche ehemals die seligen Vorväter beider Völkerschaften so festund glücklich vereinigt waren." Doch die Boten von Schwyzhatten noch nicht die Ufer Unterwaldens berührt, als sie schon er-fuhren, daß sich auch dieser Stand, nach einigem Zweifeln, ent-schlossen habe, dem Kriegsblind der Berg- und Waldkantone bei-zutrcten, und brüderlich mit denen nntcrzngehcn, mit welchen sicso lange das Glück-der vorige» Zeiten getheilt hatten.

Ein besonderer Umstand machte die erste Sitzung der fünf alten

) Schwyz an Uri, den 28. März.