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sein glaubte«; sie ward das allgemeine Lärmzeichen zur kriegerischenRüstung der fünf alten eidgenössischen Stände von Uri, Schwyz,Unterwalden, Zug und Glarus. Und obwohl sie das Mißverhällnißihrer Kraft zu der Uebcrmacht des fränkischen Kolosses fühlten, er-schien ihnen ihr Recht doch immer größer, denn jede Gewalt.Nichts aber kann den beugen, der für sein Heiligthnin zu sterbenentschlossen ist. Alles gibt dem edeln Stolze gleiche Nahrung, undentflammt die Sehnsucht, wenn auch verkannt von unwürdiger Zeit-genvffenschaft, doch nicht ohne Werth nnterzugehen vor den Augeneiner gerechter» Nachwelt.
Nun sich Frankreichs Brigaden den Seen und Vorbergen derhohen Alpen feindlich näherten, konnten die Hirten des nnbezwnn-genen Gebirgs dem fremden Krieger sagen, wie der alte Scythean den Ufern des Tanais dem Alexander von Makedonien: „Washaben wir mit dir? Nie betraten wir dein Land. Wer du seist,von wannen du kömmst, ist, dessen unkundig zu bleiben, dem Wald-ünd Oedenbewohner nicht gegönnt? Wir können weder irgendEinem nntcrthänig sein, noch mögen wir herrschen. Damit dnaber die Scythen kennst, wisse: wir haben, als Gabe, empfangenJvchstier, Pflug, Pfeil und Trinkschaale. Deren bedienen wir nnSmit Freunden und Wider Feinde."*)
Uri rief zuerst seinen Bundesverwandten in den Gebirgen zu,Alles eher dahinzugeben, denn die alte StaatSverfaffung, „diesthenre Erbtheil von den Vätern."
Schwyz, von gleichen Empfindungen beseelt, ermahnte den Vor-ort Uri, ohne Zeitverlust, Unter- und Obwalden, Zug und GlarnS,selbst, wenn man es gut finden sollte, Appenzell und die alteSt. Gallische Landschaft, welche durch eigene Boten an Schwyzschon ähnliche Wünsche zu erkennen gegeben, zu einem eidgenössi-
*) t^. LaiUuz. U. 8. o. 8.