Gefahr sich an die Waldstätte anschließen wollen oder nicht? DenKriegsräthcn, welche man »och ln Bern glaubte, wurde befohlen,allen Städte» und Oertern kund zu machen, daß man jeglicheGegend feindselig behandeln werde, welche den Franke» irgendhold wäre.
So die Landsgemeinde von Schwyz. Furcht, Hoffnung, Zornund Stolz, und alle Gerüchte, welche wie ein Sturm politischenGewittern voraneilen, und verwegene Entschlüsse vorbereitcn, tobtennun in allen Gemüthern. Das längst Erwartete schien noch immerunerwartet. Durch alle Thäler verbreitete sich wilde Regsamkeit.Die verworrensten Sagen, gehässige Verleumdung einzelner Män-ner und ganzer Gegenden trieben jetzt ihr freies fürchterliches Spiel.
Eine Schreckensbotschaft folgte der andern auf dem Fuße. Eserschien der Bericht: Freiburg und Solothurn wanken! — Luzernmeldete: „Der Feind hat schon Hutwhl und Aarwangen angegriffen;darum eilet unser Landsturm dahin über Hutwhl und St. Urban.Machet euch auf; denn nur durch Schnelligkeit und große Masse»kann der Feind zurückgeworfen werden!"
Uri, Unterwalden, Zug und Schwyz säumten nicht. Sie be-schlossen, die schleunigste Hilfe zu senden. Uri forderte Schwyz andem gleichen Tage auf, noch einmal die widerspenstigen Bewohnerder March gütlich zu ihren Pflichten anzumahnen; im Fall die-selben aber ihren raschen Schritt nicht durch baldige Rückkehr bessernwollten: so wäre Uri bereit, die Landsleute von Schwyz bundes-brüderlich mit den Waffen zu unterstützen.
Die Landschaften Thurgau und Rheinthal hatten inzwischendringender, während der steigenden Gefahren, ihre Freiheit ge-fordert. Schlau zögerten die eidgenössischen Gesandten zu Aarauin der Willfahrung. Noch immer hofften sie, daß das Glück denWaffen der Oligarchie hold sein werde. Als sie aber Alles ver-