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funde». Er verlangte mm Verhaltungsbefehle vom Oberst Gra-fenried, welcher aber antwortete: „Ich kann keine gebe», da ichselbst nicht weiß, was ich zu thun habe. Was denke» Sieaber zu thun?" — „Ich vereine mich mit den Urnern und Glar-ner«, so in Bern liegen!" antwortete Reding.
„Wirklich zogen wir nach Bern. Rechts und links der Straßesahen wir Alles von Flüchtlingen wimmelnd, die von verschiedenenOrte» her ihrer Heimat wieder zueilten. Bei der Papiermühlezog sich unser Anführer links auf Worb, und berichtete unser»KriegSräthen in Bern, daß er seinen Sin» geändert, und nichtmit den Truppen in die Stadt einrücken wolle, weil Bern nichtim Vcrtheidigungsstand sei. Er wünsche hingegen, daß sich dieUrner und Glarner mit uns verbänden bei Worb.
„Die KricgSräthe kamen in der Nacht zu uns. Sie hießenden Entschluß des Anführers gut. Am folgenden Morgen*) be-gab sich Reding nach Bern, um mit den Urnern und Glarner»Raths zu pflegen. Die Anführer derselben kamen gerade vom Rath-hause, wo sie von der Regierung schon um freien Abzug aus derStadt angehalten hatten. Aloys Reding stimmte nicht nur bei,sondern eilte selbst mit dem Kricgsrath Müller (von Uri) auf dasNathhaus, und stellte der Negierung hier mit wenigen Worten denverworrenen Zustand des Ganzen dar. „Unordnung lähmt Alles!"sagte er: „des Volkes Uneinigkeit, das allgemeine Mißtrauen ge-gen die Obrigkeiten im Zivil- und Kriegswesen, die Aeußerungcnder Flüchtlinge, die ich gestern in großen Schaaren auf den Straßenverstreut fand, und die Uebcrzeugung, daß bei solchem Wirrwarrvon Meinungen unmöglich sei, einen anrückendcn Feind abzutrci-ben, hat auch auf unsere Truppen Eindruck gemacht, daß wir mitMühe nur Aufstand verhinderten. Diese Gesinnungen werden bald
") ä. März.