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„Die Verwirrung ist am größten," lautet es im Briefe:*) „Allesflüchtet. Wir liegen in St. Nrban, Pfaffna», Rotwyl, Altbüren,Großdietwpl. An uns haben sich die Unter- und die Obwaldnerund Zuger angcschloffcn; und eben jetzt sind noch dreihundert Ber-ner, die seit zwei Uhr Morgens im Feuer gestanden, angelangt,welchen wir wegen ihrer Mattigkeit in den umliegenden ScheuernPlatz geben müssen. Wir halten außerordentliche Patrouillen, weilwir nicht wissen, was sich diese Nacht ereignen dürfte. Ich bitte»m die schleunigste Weisung, wie wir uns zu verhalten haben."
Die Regierung von Luzern wiederholte den schon gegebenenBefehl; und fügte hinzu, daß, wenn die Berner auch gänzlich zer-streut sein sollten, man die Hilfsvölker der eidgenössischen Ständezusammenziehen . . . und eine neue Vertheidigungsliniebilden sollte, an welche sich der bereit gehaltene Landsturm schließenwerde. Inzwischen wolle man alle Stände der Schweiz zu neuenAnstrengungen aufbieten.
Wir setzen jetzt die unterbrochene Erzählung des Augenzeugenfort, welche uns vom Zustand der Dinge ein anschauliches Ge-mälde liefert.
„Als unsere Truppen in Buchsee angekommen waren, erschienwenige Stunden nachher auch der Berner General Erlach, mitdem Stab seiner Armee und verschiedenen Neberbleibseln bcrnischerBataillone, weil sie Befehl erhalten hatten, ihre erste Linie z»verlassen. Wir waren froh, endlich Soldaten zu sehen, und ent-schlossen, mit ihnen zu kämpfen. Es war Mittags (3. März),als der Nus zu den Waffen erging. Schon standen dem Gerüchtnach die Franken bei Schupfen, eine Stunde von uns. AloysReding, unser Anführer, hatte sich schon einmal zum GeneralErlach begeben, aber ihn, von Strapazen ermüdet, schlafend ge-
*) St. Nrban, 2. Mar,.