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und dreiundsiebenzig Mann nnd viele Verwundete. Von den Fran-ken weiß man die Anzahl nicht bestimmt. Sie muß'größer ge-wesen sein. Ihre Leichname lagen an manchen Orten doppeltüber einander. Den folgenden Tag hatten ste in dem Spital zuFreihurg über tausend Blessirte. Ein Theil derselben kam jedochauch ans dem Gefecht bei Laupen, welches die Franken in dergleichen Nacht und um die nämliche Zeit angegriffen hatten, wosie aber zurückgetrieben worden waren. Bei dieser Gelegenheithatte der Hauptmann Kuhn, mit seiner tapfern Kompagnie vomBezirk Saanen, und ein Theil der Kompagnie von HauptmannSchweizgäbcl ein ganzes Bataillon Franken zersprengt. Dasnämliche war auch bei dem Punkt Gümminen geschehen, den dieFranken mit nicht bessern, Erfolg angegriffen hatten.
Es war drei Uhr Nachmittags, als jenes letzte Gefecht beiNeuenegg vorfiel. Schon rüstete sich der tapfere Grafenried,die Sense zu passiren, um die Franken zu verfolgen, als eineunerwartete Nachricht Alles vereitelte. Es kam ein Eilbote derKriegskanzlei, mit Anzeige: General Schauenburg habe in ver-schiedenen Gefechten die Berner gänzlich geschlagen und zerstreut,sei vor die Stadt gerückt, welche kapitulirt habe, und nun vonden Franzose» schon besetzt sei. Diesemnach ergehe der Befehl,alle Feindseligkeiten sogleich einznstcllen, die Mannschaft zu ent-lassen, und still nach Hause znrückzukehren.
Erschrocken, betäubt nnd gelähmt vernahm die Siegesschaar»nd ihr Feldherr diesen Befehl. Grafenried ließ die Nachrichtdem französischen General Pigeon, der jenseits befehligte, be-kannt machen, und dieser stellte sein Kanonenfeuer ein.
Aber unsägliche Mühe kostete es dem Obersten Grasenried,seine Krieger zu besänftigen. Ungläubig umringten ihn die großen,zürnenden Haufen. Sie schalten ihn bald Verräther, bald beklag-ten sie sich mit ihm, bald mußte er ihnen den eingelaufenen Be-