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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
Entstehung
Seite
102
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Wunder, daß nach kurzer Gegenwehr sich Alles in den, im Nücke»gelegenen, großen Forst flüchtete, von wo dann die meisten nachHanse eilten. Indessen hatten die Franzosen die Hauptstraßenach Bern noch nicht errungen; Grafenried behauptete sich indieser Stellung, bis alles ans den Hinterseiten geflüchtet war, undeine fernere Gegenwehr nichts mehr nützte. Er zog sich zurück.Der tapfere Artilleriekommandant, Hauptmann Koch, der auchhier mit gleichem Heldenmuth wie in Büren focht, machte miteinem Paar Kanonen die Nachhut und zog sich Schritt für Schrittunter beständigem Feuern zurück. Als der Tag angebrochen war,suchte Grafenried die Flüchtlinge zu sammeln, ließ nach Bernvon dem Vorgefallenen Meldung thun, und traf auch einige Vor-kehren, um die Stadt von dieser Außenseite zu vertheidigcn, unddie anrückenden Feinde aufzuhalten. Neuenegg liegt nur zwei undeine halbe Stunde von Bern. Die Franken verfolgten aber nichtweiter als eine Stunde lang. Gegen neun Uhr Morgens erhieltGra fenried Verstärkung. Sie bestand aus dem Regiment Thnn ,dessen Scharfschützenkompagnic, die Scharfschützcnkompagnie vonTscharner, die Jägerkompagnic von Aarau und Brugg, und dasHausleutcnbataillon von Bern. Sogleich setzte sich Alles wiederin Bewegung, vorzudringe» und de» Franken den Sieg zu ent-ringen. Offiziere und Soldaten dürsteten nach Rache. Als Allesim Marsch begriffen war, hörte man die Kanonade auf der an-dern Seite der Stadt gegen das graue Holz, zwischen Schauen-burg und Erlach. Sobald die Stellung des Feindes entdecktwar noch etwa ein und eine halbe Stunde fern von Bernbildete Grafenried sogleich eine schiefe Schlachtordnung nebst zweiRescrvekorpS, griff mit seinem rechten ihre» linken Flügel an, über-stellte denselben und schlug ihn in die Flucht. Er ließ ihn durcheinen Theil seines rechten Flügels verfolgen, zugleich seinen linkenvorziehen und den rechten der Franken angrcifen, die durch diese Be-