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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
Entstehung
Seite
96
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führt. Die Franken hatten weit mehr Fußvolk, die Berner hin-gegen mehr schweres Geschütz; die Lage von Büren ist anch vor-theilhaftcr als die von Reiben, weil ste dieses Dorf beherrscht, sodaß das Kanonenfeuer der Berner wirksamer war, als das derFranken. Diese litten starken Verlust, die Berner zählten nur we-nige Todtc und Verwundete. Der Artilleriekommandant Koch gabbei dieser Gelegenheit Proben von Tapferkeit nnd Kenntniffen,welche den Mnth der Berner erhoben. Gegen 10 Uhr kam Nach-richt, daß die Schweizer ans der linken Aarseite gänzlich geschla-gen, die Solothurner in Uebergabe ihrer Stadt begriffen, dieFranzosen Meister der Schiffbrücke zu Leusligcn, zwei Stundenunterhalb Büren, wäre». — Weil Büre» hierdurch rechts bedrohetWurde, zog Grnfenricd ein zn Dotzigen gestandenes Bataillon,und die zu Rrch nnd Nüti ausgestellten Kompagnien an sich —nnd nahm Stellung bei Oberbüren, weil dort ajlc Wege ausden rechts und links gelegenen Dorfschaften zusammenlaufen, unddurch Besetzung dieses Punktes die Verbindung der im Rückenliegenden Truppen gesichert wurde. Zu Büren ließ er zwei Kom-pagnien Fußvolks zurück, nebst Artillerie. Da er von dem Kriegs-rath von Bern einen Wagen mit Brcnnzeug erhalten hatte, umim Nothfall zur Beschirmung der Stadt und der umliegenden Ge-gend die Aarbrückc in Brand zu stecken, ließ er denselben bei sei-nem Abzug auf die Brücke stellen, mit Befehl, ihn anzuzünden,wenn Noth vorhanden sei; denn noch hatten die Franzosen keinenStnrm gegen die Brücke gewagt. Einen Ausfall zu thun, wärenicht rathsam gewesen, weil die Franken, zweiundzwanzig Kom-pagnien stark, hinter den Häusern von Reiben darauf zu wartenschienen, und in einer kleinen Entfernung ein Korps Kavalleriestehen hatten.

Als Adjutant Whß, dem das Geschäft wegen Abbremiung derBrücke anvertraut war, sah, daß die Franken sich vermehrten,