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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
Entstehung
Seite
78
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warf ihn, nachdem Jeder daran seinen Mnthwillen geübt, in dennahen Bach, während cisalpinische Kokarden und Mützen in Mengevertheilt und Proklamationen zur Vereinigung mit Mailand ange-schlagen wurden.

Aber am folgenden Tage tönte Sturmgeläute durchs Land.Die Gemeinden Stabio, Ligornetto und Genestre vereintensich bewaffnet, »m die Beschimpfungen der helvetischen Zeichen zurächen, und die Lombarden zu verjagen. Sie zogen auf Mendrisio.ES kam zum Schlagen. Aber ein heimtückisches Feuer, von Dä-chern und Fenstern ans sic gerichtet, zwang sie znm Rückzug mitHinterlassung ihrer Verwundeten und Todten. Die cisalpinische»Banden, im Genuß des Triumphes, brandschatzten als Sieger dasLand. Der Ausschuß, um die Gemeinden vor diesen gewaltthätigenErpressungen zu schirmen, ohne Hilfe von Hclvetien, in Furcht vorCiSalpinicn und Frankreich, bequemte sich endlich, das Volk zurVereinigung mit Mailand zu bewegen. Es eilten Abgeordnete nachMailand, sowohl um die Vereinigung, als um Schutz gegen dieBedrückungen der sogenannten Patrioten zu erstehen.

Der Erfolg war die Sendung eisalpinischer Truppen nach Men-drisio. Aber ehe sie erschienen, waren die schweizerischgesinntenLuganeser Schaaren gegen den Hansen der Cisalpinische» vorge-rückt. Diese standen bciBissonc amSeeüfer, anderthalbhundertstark. Die Luganesen dagegen kamen mit hundert Mann, um denBerg Capriano, ihnen im, Rücken, während andere zu Schiffe,mit zwei Kanonierbarke», sie von der Stirnseite angriffen. Nachzweistündigem Kampfe wurden die Cisalpinische« geschlagen. Sieließen bei 30 Gefangene und Verwundete, 5 kleine Kanonen,2 Fahnen, allen Mund - und Kricgsvorrath zurück und flohen überMendrisio zurück. Die Luganesen rückten in den Flecken ei»,

') 23. Hornung.