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.am Seeufer zu Campiglione*) niedergelassen hatten. Sie ver-langten, daß Mendriflo an das cisalpinische Direktorium sende,'Einverleibung in Bonaparte's neugeschaffene Republik zu erbitten.^„Verbunden seid ihr schon mit derselben/' sagten sie, „durch^Sprache, Boden und Interesse. Getrennt seid ihr von Helvetienauf ewig durch die rauhen, fast unübersteiglichcn Gebirge; auf ewigdurch die kaum vernarbten Wunden, so euch von den schweizerischenProkonsuln schandlicherweise geschlagen worden sind; auf ewig durchInteresse, Sitten, Gesetze, Religion und Zunge." — Ihren Bor-trag theiltcn sie dem Ausschuß schriftlich mit.**) „Erinnert euch,"hieß es am Schluß desselben, „daß ihr Brod empfanget von Cis-alpinien, da ihr von Helvetien nichts zu erwarten habt, als —Steine!"
Der Ausschuß erwiederte, daß nur das versammelte Volk überdiesen Gegenstand absprechen könne, welches binnen drei Tagen ge-schehen werde. Den Patrioten ahnte, daß ihre Hoffnungen hier,wie in Lugano, vereitelt werden würden. Sie eilten zurück zuihren rüstigen Waffenbrüdern, und erschienen in wenigen Stundenwieder, unter fliegenden Fahnen und schlagender Trommel. Siezogen auf den Platz, umringten den Freiheitsbaum. Einer derIhrigen, Namens Carabelli, kletterte hinauf, hob den Schweizer-hut hinweg, und setzte die lombardische Kappe hin. Der Schwarmder CiSalpinischen nahm den Hut, zertrat ihn mit Füßen, und
*) ES ist ein Dorf am östlichen Ufer des LuganersceS, welches als kaiser-liches Lehen zur Abtei St. Ambrosi» in Mailand gehörte, aber unterSchirm der Eidgenossenschaft stand, der cS auch in KrtegSzeiten Mann-schaft stellen mußte.
Im ciepulari clai pstriotti ckei LsIIigM ilslinai »I oowilstopolitia» flel sovrano ;>(g>oIo >li üleacirisio. (3m Archiv vonMendriS.)