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fortgeriffen. Andere drangen in das Gemach der eidgenössischenRepräsentanten, bewachten sie als Gefangene, inzwischen unterihren Fenstern das Gefecht hitzig fortgesetzt wurde. Es dauerteeine Stunde. Die Cisalpinlschen wichen in ihre Kähne. Die Be-wacher der Repräsentanten wurden gefangen, und den Feindenaußerdem noch vier Fahnen und dreißig Flinten genommen. DieVerwundeten sandte man ins Spital zur Pflege; die Gefangenennach Porlezza. Nur einer von den helvetisch-gesinnten Frei-willigen*) war bei dem Handgemenge erschossen. Ein neuer Eil-bote ging mit Anzeige dieser Ereignisse gen Mailand. In Luganoward ländliche Besatzung gelegt.
Die Ruhe schien hergestellt, obgleich der Knoten des Räthselserst geschürzt, noch nicht gelöst war. Die Stellvertreter der Eid-genossenschaft waren offenbar Fremdlinge in allem, was geschah.Unvertraut mit dem Herzen des Volks, ohne Kraft, sich furchtbar,ohne Vollmacht, sich gefällig zn machen, standen sie in Unent-schlossenheit, und erwarteten Alles, ohne Mittel, es zu verhüten.
Desselben Tages, um die Dämmerungsstunde, strömte von neuemungeheure Menge Volks zusammen; denn dje Cisalpinischen oder,wie sie sich nannten, Patrioten rasteten nicht, ihr Werk zu voll-führen. Bald umringten zwei- bis dreitausend Mann, ihrer vielebewaffnet, mit wildem Geschrei das Quartier der Repräsentanten.Nach einigem Getümmel lösete sich aus der verworrenen umher-wogenden Masse eine Abordnung, welche, den Advokaten Pelle-grini an der Spitze, in das Zimmer der Repräsentanten trat.„Wir fordern," sprach Pellegrini, „wir fordern unsere heiligenRechte zurück, wir fordern die Freiheit der Schweizer! Endlich,nach hundertjähriger Unterthanenschaft, sind wir, uns selbst zuregieren, wohl reif!"
') Namens Taglioretti.