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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
Entstehung
Seite
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ben. Aber eben dieser Widerstand reizte nur die Thätigkeit derciSalpinischen Faktion. Junge Männer, mit glühender Einbildungs-kraft und rohen Talenten, gespornt von Ehrgeiz und Freiheits-schwärmerei, standen an der Spitze derselben. Die Schwäche ihrerZahl ersetzte Verwegenheit. Die Lähmung der Eidgenossen, unddie Unordnungen an den Grenzen schwärmender Truppen Cisalpi-niens und Frankreichs begünstigten abenteuerliche Wagstücke. Siewarben, nicht ohne geheimes Wissen der mailändischcn Regierungmüßiges Volk aus dem Bergamascischen und Brcscianischen, be-kleideten und bewaffneten cs, und wollten mit diesem ertrotzen,was Beredsamkeit nicht vermochte.")

Bald kamen von allen Seiten Nachrichten vom Anrücken italieni-scher Schaaren. Aus Lugano flog ein Eilbote nach Mailand, Ge-wachsten zu verhindern. Dies geschah am 14. Februar.

Am folgenden Morgen, !n der Frühe um fünf Uhr, stiegenzweihundert und vierzig fremde Soldaten, über den schönen Lugano-See hergeschifft, ans Land be! Lugano, Freiheit und Vereinigungmit der ciSalpinischen Republik zu bringen. Lugancfische Jünglingeführten den Kriegshapfen, welcher nur Vortrad einer größer»Schaar hieß. Sogleich rollte die Trommel den Generalmarsch; diehelvetisch-gesinnten Volksführer rüsteten Widerstand; Freiwilligeliefen zur Gegenwehr herbei, und die CiSalpinischen fingen an,auf diese zu feuern. Ein Sekretär, an den feindlichen Befehls-haber zur Vermeidung des Blutvergießens gesandt, wurde nnterder Thür des Hanfes von fünfzehn Cisalpinern angefallen und

") Der Schreiber dieser Geschichte, welcher in dem Jahre 18ÜV dieitalienische Schweiz verwaltete, hatte nicht nur Gelegenheit, die Häupterder verschiedenen Faktionen kennen zu lernen, sondern auch fich vonder Theilnahme des ciSalpinischen Direktoriums an jenen Ereignissenbis zur moralischen Gewißheit zu überzeugen.