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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
Entstehung
Seite
67
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Männer gen Lugano geordnet, gutes Vernehmen mit der neuenNachbar-Republik und den fränkischen Heeren zu unterhalten, diedamals über Welschland herrschten. Felir Stockmann von Ob-walden und Bumann von Freiburg hießen die Abgeordneten.Zwar empfingen sie anfangs Bezeugungen der Achtung und Freund-schaft vom cisalpinischen Direktorium in Mailand*), aber baldveränderte sich der Ton.

Die cisalpinische Regierung, kaum des eigenen Daseins sicher,entwickelte schnell eine Denkweise, wieder warme italienische Him-mel und der romantische Umschwung der Dinge erwarten ließ.Geneigter zu glänzen, die Nachbarn zu verwirren und den Staats-körper der jungen Republik durch Eroberungen zu bereichern, alsseiner durch weise Leitung zu Pflegen, spann sie in den welschenVogteicn der Schweiz Parteiungen an. Gern hätte sie das Volkvermocht, sich beim Umsturz der Eidgenossenschaft an Cisalpi-nien zu schließen, wie Bündens Valtelin es gethan. Die Be-schaffenheit des Landes, durch die höchsten Gebirgsketten von derübrigen Schweiz abgeschieden, die Armuth der Thäler, welche sichüberall nur gegen das fruchtbare Italien öffnen, von woher sieihr Korn beziehen, die Sprache Italiens, welche einzig hier ge-führt wird Alles redete zu Gunsten der Wünsche des cisalpi-nischen Direktoriums.

Es verbreitete sich das Gerücht vom Anzug fränkischer Heer-schaaren, die sich an den Grenzen der italischen Schweiz, vonComo bis zum Lago Maggiore, ausdehnen würden; von der nahenZeit, wo Freiheitsbäume aus den Plätzen von Lugano und Men-drisio gepflanzt werden müßten.**)

Schon entwickelte sich der Gährungsstoff. Basel selbst aber

*) Relation vom 7. Februar.

**),Relation der Deputirten, vom 11. Februar.