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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
Entstehung
Seite
55
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verordnet:Es sollen vier Kriegsräthe*) unser« Truppen vorangehen, und auf alle Weise den Hader zwischen Volk und Regie-rung zu mildern suchen, und sie sollen besonders die Stimmungdes Volks von Bern erkundigen, und, wenn sie dasselbe einig undentschlossen sehen, jeden anrückende» Feind abzutreiben, sich allerOrten im deutschen Gebiet der Stadt Bern gebrauchen zulassen. Im Fall sie aber das Gegentheil wahrnehmen, oder gardie bisherigen Bünde aufgelöst werden, dann sollen sicmit unserm Volk nach Hause zurückkehren."

Also wollten die Schwyzer keineswegs den Bernern ihre Waf-fe» im entscheidenden Augenblick zur Unterdrückung des Landmannsleihen. Ahnung vom Untergang bernerischer Hoheit umschwebtedie Landsgcmeinde; ängstlich-treu am Wort des Bundes klebend,nur für eigene Sicherheit wachsam, vergaß sie, daß, mit demEinsturz des eidgenössischen Vorwalls gegen Frankreich, die übrigeSchweiz schirmloser dastand, als jemals.

Schwyz verkündete inzwischen die gefaßten Beschlüsse seinenersten Bundesbrüdern, denen vom gesummten Unterwalden und vonUri, und forderte sie zur drei-örtischcn Zusammenkunft in Brunnenam See auf, Raths zu pflegen über die gen Bern zu sendendenHilfsvölker, und deseigenen" Vaterlands Gefahr in diesenTagen.

Da kamen die drei Orte auf Brunnen am Sec zusammen?*)Unterwalden regte zwar vielerlei Bedenklichkeiten an, wegendes Zuges auf Bern, sintemal der Bundesfall noch nicht vor-handen sei; vereinte sich aber endlich mit Schwyz, die Hilfe zu

*) Dazu wurden ernannt: Altlandammann Schorno, Altlandvogt La-vcr Weber, Major Jakob Zweyer, und Gesandter MartinAnton Schneller.

*') Am 7. Hornung.