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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
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senden. Und ward,da sich noch keine so nahe Gefahr zeigte,"beschlossen:es sollen sich beim ersten Ruf des Vorortes Urisännntliche Abgeordnete schleunig wieder versammeln."*)

Desselben Tags hatte .Bern, nun seinen deutschredendcn Untcr-thanen nicht mehr ganz vertrauend, feierlich verkündet, daß binnenMondesfrist ein Ausschuß von rechtschaffenen Staatsbürgern ge-bildet werden soll, diejenigen Veränderungen in der Staatsverfas-sung vorznnchmcn,die das Wohl des Vaterlandes erfordert unddem Geiste der Zeiten angemessen sind." Die Verbesserung derLandesordnnng sollohne einige fremde Einmischung" vorge-nommenbinnen einem Jahre" vollendet sein.

Dies große Hingcben aller oberherrlichen Rechte kam zu spät,es stürzte nicht die Scheidewand des Mißtrauens, welche Unter-thanen und Obrigkeit trennte. Oft löscht kein Wolkenbruch dieFlamme, die ein Wassertropfen im rechten Augenblick vernichtethaben würde.

Berns neue, nun einstweilige Regierung, an deren Spitzeaber noch immer Schultheiß und Kleiner Rath standen, suchte unteralso veränderter Gestalt durch abermalige Unterhandlungen mit denBevollmächtigten Frankreichs den Frieden. Sie sandte an Men-gaud nach Basel.**) Der fränkische Geschäftsträger aber erklärte:es sei seiner Regierung daran gelegen, daß in einem Lande,welches von Frankreichs und Cisalpiniens Grenzen zur größer»Hälfte umschlossen sei, die öffentliche Gewalt nicht bei einer Re-gierung stehe, deren Glieder den Ränken Englands zugänglich wären.Das Direktorium wünsche, daß dieses Land eine Verfassung

*) Siehe Abschied der drei-örtischen Konferenz in Brunnen, vom 7, Febr.

") Die Abgeordneten waren: Oberlieutcnant Tillier, Major Bay,Doktor Rengger, Hauptmann Gpgax, sämmtlich Glieder der pro-visorischen Regierung.