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Blute jener Völker gefärbt hätten, welche die Vorsicht unterdie väterliche Obsorge weiser Regenten gestellt hat/'
In gleichem Ton schrieben an Bern auch die Abgesandten dereidgenössischen Tagsatzung in Aarau. *) Allein Berns Herrscher,mit dem Hochgefühl des Rechts, und dem Wandelsinn beginnenderVerzweiflung, verschmäheten gegen Unterthanen eine Nachgiebig-keit, die sie entehren, und den frommen Rath der Bundesbrüder,welcher sie vielleicht retten konnte.
Aber einige Tage darauf gab selbst der Oberst Weiß den Wie-derhall von Rcdings Worten, er, der vor Kurzem noch ohne Blut-vergießen, nur durch den Glanz der Waffen, die Ausständigen zubetäuben und in die alte Bahn zurückzutreiben gehofft hatte. „Derneue Beschluß des fränkischen Direktoriums," also schrieb Weiß,„hat alle Gemüther umgeändert und die Währung vergrößert. —Darf ich's frei bekennen: so sch' ich in unfern kriegerischen An-stalten nur Mittel zu einer zerstörenden Fehde und unnöthigemBlutvergießen. — Ich bin überzeugt, daß alle Zwangsartenkeine andere Wirkung haben werden, als die ganze Schweizzur Umwälzung zu bringen, und den Regierungsgliedern selbstdas Schicksal der Ausgewanderten vorzubereiten. —Nach meinem Dünken ist das Klügste und Tugendhafteste, dieseLeute mit Güte und Nachsicht zu behandeln, ihrer Fieberhitze nach-zugeben , auf die Versammlung der Deputirten sorgfältig zu achten,und auf solche zu wirken."**)
Diese weissagenden Worte erfüllten die Versammlung des Ber-ner-Naths mit einem geheimen Schauer. Zhm ahnete dunkel einfurchtbares Schicksal. Jedock> der Kampf, nun einmal begonnen,ließ sich nicht lösen, ohne Schimpf des Bernischen Patriziats.
*) Schreiben. Aarau, IS. Jänner.
**) Weiß Schreiben an Bern, 24. Jänner.