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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
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Es stand zu dieser Zeit an der Spitze des Freistaats Bern einGreis, geistvoll und erfahren, voll unerschütterlicher Festigkeit indem, was er dem Recht und der Ehre schuldig zu sei» glaubte.Vielleicht war er in diesen Tagen der Würdigste, an der Spitzedes gesammten Bundesstaates zu handeln. Aber da stand er nicht,und wäre er dort gestanden, er würde das in sich schon Zerfallenenicht mehr gebunden und gerettet haben. Dieser Greis war Schult-heiß von Steiger.

Von ihm geleitet, beharrte der Rath auf dem genommenenEntschluß. Die eidgenössischen Abgeordneten, kaum davon belehrt,verließe» die Waadt, und kehrten nach Bern zurück. Sie ermahn-te» am Tage der Abreise noch einmal das Volk zur Beobachtunggesetzlicher Ordnung*), mehr, um den letzten Theil ihrer Pflichtzu vollziehen, als in der Hoffnung, den loSgelafsenen Sturm zubändigen.

Karl Reding, der Schwyzer, trat vor den Rath von Bern.Er schilderte die Natur der waadtländischen Unruhen; der Bürgereinstimmiges Verlangen um Erweiterung der Nechtsame; des Volkesbanges Schwanken zwischen Furcht vor dem Zorne Berns und Furchtvor der Fremdlinge Einmischung.

Ein Volk," rief er,wenn es sich aufs Aeußerste getriebenglaubt, ergreift auch das äußerste Mittel. Es war der feier-liche Entschluß meines Kantons, für die Erhaltung unserer Ver-fassung auch' den letzte» Blutstropfen freudig zu verspritzen. Sobestimmt ich Euch diese Versicherung wiederholen darf, so unver-hohlen muß ich auch bekennen, daß Eure redlichen Bundesgenossenvon Schwpz nur mit tiefster Kränkung die erschütternde Nachrichterfahren würden, daß wir erst dann unsere Waffen gegen dieauswärtigen Feinde richten könnten, nachdem wir solche mit dem

') Prollama unterm 19. Jänner.Lsch. Ges. Schr. 94. Thl.

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