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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
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reichen Geschlechtern der Berggeländc, behaupteten dennoch aufsolche einen überwiegenden Einfluß, vermittelst ihres Ansehensim Volk.

Dies Ansehen mit leichter Mühe zu schirmen, ließen sie denLändler in Unwissenheit, die Schulen vernachlässigt, aber lagendesto sorgsamer dem Dienst des Kirchenthums ob. Es gebrach unterihnen nicht an edcln, kraftvollen Männern mit erhabenen Wün-schen, aber sie mußten schweigen.

Frankreichs Wiedergeburt, die Erklärung der Menschenrechteund der Geistesfreiheit war den Priestern der Gebirge, was denPriestern der Ebene. Das Volk hörte von ihnen nur die Ver-brechen der Franken, und gewöhnte sich zum Abscheu gegen dieeinst bundesverwandte Nation.

Die reichen Geschlechter des Landes, von welchen vielealten, meist im Ansland erworbenen Adel, werthlos in der Hei-mat, trugen, hatten mit der Priesterschaft gleiches Interesse. Einerbessern Erziehung theilhaftig, wurden sie durch Mannigfaltigkeitihrer Kenntnisse des Volkes Führer und Vorsteher. Es ist desLandes Ruhm, die Weisesten auf dem Stuhl der Regierung zusehen; aber keines Preises würdig, wenn Erfahrung und Einsichtnur gewissen Familien, gleich erblichem Gut, gehören. Warengleich die schwyzerischcn Staatswürden den Kassen unergiebig, be-lohnten sie doch den Inhaber durch den Glanz der Hoheit und durchdie Achtung der Fremden.

Die Vernichtung des Königthums, des Adels, der Titel undgrauen Vorrechte in Frankreich gewann der Revolution des Nach-barreiches keine Freunde. Denn sie sahen ihren Glanz in jenemweitläufigen Reiche erlöschen.

Bonaparte's Siegeslauf in Welschland, die Befreiung desValtelins und der Grafschaften Worms und Eleven (Bormio undEhiavenna), so dem Bündnervolk einst unterthänig waren, regten