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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
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Begebenheiten, angesonnt vom Thatenglanz der Ahnen, glaubtendie Hirten ihre Engpässe und ihren Arm unüberwindlich.

Obwohl jeder Bürger in den Landsgcmeinden über das Heildes Vaterlandes Hand und Stimme erhob, war doch bei jenerArmuth an Erfahrungen und Begriffen nur allznnatürlich, daß dergroße Hanfe der Leitung seiner Geistlichen, oder derHerren"folgte. Herren hießen die Männer aus reichen Geschlechtern,welche nicht unmittelbar selbst, gleich denBauern", Viehzuchtoder Handwerk trieben; eine Namens - Unterscheidung, von denfreien Schwhzern selbst gegeben.

In den Händen der Herren lag die Regierung des Landes.Der Souverän, oder das Volk, war denselben nur furchtbar durchseine Schwachheit. Leichtgläubig, selbstsüchtig, und undankbar,wie überall in Demokratien, hing es bald diesem, bald jeneman. Die Mächtigen des Volkes waren dessen Schmeichler;Schmeichelei aber betäubt und verdirbt eben so leicht ein Volk,wie einen Fürsten.

Oft erhoben die tugendhaftern oder einsichtsvoller» Bürger ihreStimme gegen dies Nebel. Sie weissagten aus dem eingeschlichenenVerderben, ans den Umtrieben der Parteien, der Nichtbeobachtungehrwürdiger Gesetze, den endlichen Untergang der alten Freiheit.In den Landesgemeinden selbst wurden die weisesten Ordnungender Vorwelt zertreten. Eine deren war es, welche (s. d. I. 1551)mit Strengealles Parteien »m Vogtei, Ritt, oder Ehrenamt"verbot und den, der dessen schuldig ward, von allen Ehren ent-setzte, zu keinen mehr gelangen ließ, ja sogar denjenigen, welcherfür einen Frevler jener Art auch nur Bitte einlegen würde.Demungeachtet erröthete man nicht in offener Landsgcmcinde, Land-vogteien nnd andere obrigkeitliche Stelle» in den Unterthanen-Lan-den dem Meistbietenden zu ertheilen. So sehr war Gefühl derEhre und des Rechts erloschen, daß ein freies Volk, nicht zufrie-