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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
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ölten Römer, schlecht und sparsam, entfernt von Pracht und Weich-lichkeit, stolz und frei. Verhältnismäßig größerer Aufwand undmannigfaltigerer Genuß herrschte freilich in de» volkreicher» Fleckenund Ortschaften des Landes; aber auch dieser, mehr durch Sitte,als Gesetze, beschränkt, artete nie i» verschwenderische Ueppigkeit ans.

Die reichern Geschlechter, eifersüchtig auf des Volkes Gunst,stellten sich in Tracht und Leben demselben gleich. Ihre Kleiderwaren von feinen» Stoffe, ohne der Mode Wandelbarkeit. Diebegüterte Matrone und das Weib des Hüttenbewohners trugen bisin nnsern Tagen gleichen Kopfputz und Kleiderschnitt.

Mehr wissenschaftliche Ausbildung wurde in den Familien derReiche» gefunden, als beim Mittelstände; denn der öffentlicheUnterricht der Jugend war überall versäumt und nur von schlecht-besoldeten Dorfschulmeistcrn und de» Ortspfarrern besorgt. Einelateinische Schule im Hanptstecken Schwyz leistete den höher» Be-dürfnissen kein Genüge. Man besoldete also Hauslehrer, odersandte den Jüngling in ausländische Schulen, Theils in diesen,theils durch Reisen und Kriegsdienste gebildet, kehrte er sodann,mit Kenntnissen bereichert, zur geliebten Heimat zurück, und wardVorsteher seines Volkes.

Aufgeweckter Geist, natürlicher Witz, und gerade Bcurtheilungs-kraft zeichnen den Schwyzer vor seinen Nachbarschaften aus. DieNatur ersetzt ihm durch ihre Huld den Mangel der Kunst. Diefreie Landesverfassung, die Theilnahmc jedes Bürgers an denöffentlichen Angelegenheiten bilden den Verstand und geben ihmeine Stärke, welche der Fremdling bewundert, der im Hirtenkittelnicht den Staatsmann suchte.

Wie in den frühesten Zeiten blieb unter den Bewohnern derWaldstätte ein dreifacher Stand, und ein dreifacher Grad geistigerAusbildung. Landvolk, Geistlichkeit und Adelschaft. Ob-wohl unter den Schwyzern kein erbliches Vorrecht galt, und jeg-