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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
Entstehung
Seite
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eine öffentliche Schande. Die Sennercien in den Alpen gehörendeswegen noch immer zn den sehenswürdigsten der Schweiz; derHirten rastloser Fleiß, ihre Aufmerksamkeit und Kunst in der ein-fachen Wirthschaft, ist bewundernswürdig.

Die Geldsummen, welche jährlich für Ausfuhr von Rindernund Erzeugniffen der Viehzucht (Häute, Käse, Butter) in dasLand zurückstoffen, verbreiteten und unterhielten allgemeinen Wohl-stand. Damit verknüpfte sich der Gewinn von hier angelegten,vorzüglichen Stutereien; minder beträchtlich war der von Ziegen-nnd Schafzucht.

Der ausgezeichnete Eifer, mit welchem man seit Jahrhundertender Viehzucht oblag, verdrängte den Ackerbau fast gänzlich. Dieserist noch überall in seiner rohen Ursprünglichkeit. Inzwischen derLandmann seiner Wiesen mit ungemeiner Sorgfalt wartet, vergißter fast jede andere Kultur des Bodens. Er wagt es nicht, dieFnßstapfen seiner Väter z» verlassen. Was er vom Lande demAckerbau aufopfert, glaubt er ans keine Weise durch Anbau derFutterkräuter ersetzen zn mögen. Das nördliche Helvetica undSchwaben liefern ihm Getreide; er begnügt sich, seine Garten-felder mit Hanf, Bohnen, Erdäpfeln, Kohl und Wurzelgewächsenzn bestellen, und Obstbänine zu ziehen. Die letzter» überdecken alleFelder, und bilden aus den weitläufigen Thälern anmuthige Gär-ten. Die Gesetzgebung unterließ nicht, den Obstbau zn unterstützen.Das Landrecht (Jahr 1664) erlaubte jedem Landmanne, auf derAllmeind sechs Bäume zu pflanzen für sich und seine Kinder, nachderen Absterben die Bäume wieder Allmeind wurden; und schon imJahre 1440 ward zur Bestrafung der Obstdiebe ein besonderesGesetz, derObstbrief", gegeben. Die Kirschbäume gedeihenin den Thälern von Schwyz vorzüglich; selbst in den rauhen Ge-genden und an den Felscnhalden wuchern sie wild hin. Theils ge-dörrt, theils zum Brennen des feurigen KirschwafferS wird ihr Obst