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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
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Murtc», Granson und Nancy; im Jahr 1499 für die, welchebei Nagaz und im Schwabenkriege umgekommen; im Jahr 1532zum Heil derjenigen, welche in der Schlacht zu Cappel und amZugcrberge starben, und andere Tage mehr. *)

Wenn Rom und Griechenland ihren ersten Helden Ehreu-säulen aufrichteten auf öffentlichen Plätzen, erbaute das frommeHirtenvolk der Waldstättc den seinigen Kapellen an denjenigenOrten, wo sie ihre That fürs Vaterland vollzogen hatten. Urierrichtete eine solche seinem Heroen Wilhelm Teil zu Bürgtenam Eingang ins wilde Schächcnthal, wo er gewohnt, und eineandere an den Klippen des Seegestades, wo er seinen Wächternim Sturm entsprungen war. Nicht minder dankbar seinem Ange-denken weihte ihm Schwyz eine dritte, da, wo in der hohlen Gassezwischen Jmmisee und Küßnacht durch seinen Pfeil der Vogt fiel.

Dem Andenken Werners von Stauffach, eines der dreiHelden von Grütli, widmeten seine Mitbürger von Steinen einebesondere Kapelle. Sie stammt aus dem Jahre 1400.

Selbst der Schlacht von Morgarten ist zum ewigen Denk-zeichen, in der daran grenzenden Matte, Schorno genannt, dieEhrenkapckle anfgeführt worden.

Die Freundschaft der alten Freiheitsstifter, so sie Pflogen inden Tagen ihres Ruhms, schien wie heiliges Vermächtniß auf dieEnkel hin zu erben. Steinen, der Geburtsort Stauffachers,Bürgten, die Heimat Teils, blieben in treuer Verbrüderung,und sie ward mit kirchlichem Pomp begangen. Jährlich wall-fahrteten die von Steinen einmal gen Bürgten in Uri, und dievon Bürgten nach Steinen.

') S. die alten Jahrzciten-Buchcr von Schwyz unter den angeführtenJahreszahlen.

Eine Urkunde zu Uri vom Jahr 1387 weiset ans, es solle die öster-reichische Gewaltherrschaft zu diesen Fahrten Anlaß gegeben haben.

Zsch. Ges. Schr. 34. Thl. 2