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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
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und Leuten, zu ihrer Gebirge Schirmvogt, wie es geschah inrJahre 1110, da sie dem Rudolf, Grasen von Lenzburg, dieSchirmvogtei antrugen.

Es waren aber diese Zeiten allgemeiner Verwirrung und Fehdedie goldenen des Mönchthnms. In allen Gegenden entsprangenKlöster, selbst im Innern der Waldtbäler. Kaiser und Fürstenbegabten dieselben mit Vorrechten, mit Schenkungen an Land undLeuten.

Schon im Jahr 838 hatte in dem rauhen ?halc zwischen denGebirgen des Myten und Ezel, mitten in schauerlicher Wildniß,Einsiedler Meinradns seine Zelle erbaut. Mehr denn vierzigJahre später gi"g an deren Stelle ein Kloster auf, unter der Handeines andern Eremiten, genannt Benno. Bald dehnte, gestärktdurch Gunst der Fürsten, die neue Stiftung ihre Gewalt umheraus, und erweiterte ihr Gebiet durch eine Schenkung der benach-barten Wildniß (vom K. Heinrich II. 1018) über den Boden derSchwhzcrgemeinden,

Als diese dagegen ihr väterliches Erbe behaupteten, und, aufEinsiedelns Klage, des Kaisers Spruch (im Jahr 1114) denSchwyzern das strittige Land absprach, verschmähten sie des KaisersUrtheil. Sie schlossen mit Nri und Unterwalden, ihren treuenNachbarn, neuen Bund, zum Schirm der Rechtsame. Vergebensschleuderte der Bischof von Konstanz auf die drei Bundesländerden Bann*). Sie hüteten in Frieden ihre Heerdcn; und ihrePriester gehorchten schweigend dem Befehl des Volks.

*) Erst gegen das Ende des zehnten Jahrhunderts übten die Bischöfevon Konstanz geistliche Hoheitsrechte über das Land von Schwyz.Wenigstens finden flch keine frühem Spuren davon. Die älteste istdie Einweihung des großen Münsters zu Ein sied ein durch BischofKonrad, ^.uuo 984.