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tief die Menschheit haßt, daß es sein hauptsächlichstes Ver-gnügen in Entstellung und Entwürdigung ihrer schönsten Werkefindet?"
Isabelle, obgleich erschreckt, fuhr fort, mit Festigkeit zuantworten, „welch' Unrecht Ihr auch in der Welt ertragenhabt, so vermögt Ihr nicht, es an mir zu rachen, die ich nie-mals weder Euch noch einem Andern absichtlich ein Unrechterwies."
„Mädchen," fuhr der Zwerg fort, und seine dunklen Au-gen glänzten mit dem Ausdruck der Bosheit, welche sich sei-nen wilden und verdrehten Geflchtszügen mittheilte, „Racheist der hungrige Wolf, welcher nur erstrebt, Fleisch zu zerrei-ßen und Blut zu lecken. Glaubst du, daß er darauf achtet,wenn das Lamm sich auf Unschuld beruft?"
„Mann," sprach Isabelle, indem sie aufstand und mit vie-ler Würde redete, „ich fürchte nicht die schauderhaften Vor-stellungen, wodurch Ihr Eindruck bei mir zu erregen sucht,ich weise sie mit Verachtung zurück. Seid Ihr sterblich oderein böser Geist, so würdet Ihr niemals einer Unglücklichenschaden, welche in äußerster Noth als Bittende zu Euch kam.Ihr werdet cs nicht, Ihr wagt es nicht."
„Du sprichst die Wahrheit," erwiderte der Klausner, „ichwage es nicht — ich werde es nicht, kehre heim. Fürchtenichts von dem, womit man dich bedroht. Du hast mich umSchuh ersucht — du sollst ihn wirksam finden."
„Aber Vater, ich habe eingewilligt, noch heute Nacht de»Mann, den ich verabscheue, zu heirathen, oder ick muß mei-nen Vater zu Grunde richten."
„Noch heute Nacht? um welche Stunde?"
„Vor Mitternacht."