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mir einem Wesen eingeschlossen, dessen Geschichte nichts dar-bot, sie zn beruhigen, und bei welchem die furchtbare Gestal-tung eines scheußlichen Antlitzes einen beinahe abergläubischenSchrecken einflößte. Er nahm seinen Sitz ihr gegenüber ein,senkte seine großen und zottigen Brauen über seinen durch-dringenden schwarzen Augen, und blickte sie schweigend an,als sei er durch eine Mannigfaltigkeit streitender Gefühle be-wegt. Auf der andern Seite saß Isabelle, bleich wie der Tod;ihr langes Haar, durch den feuchten Nebel des Abends ent-kräuselt, fiel ihr über Schultern und Brust, so wie die nas-sen Wimpel vom Maste herabhängen, wenn der Sturm ent-schwand, nachdem das Schiff durch ihn auf dem Gestade ge-strandet ist. Der Zwerg brach zuerst das Schweigen mit derplötzlichen, abgebrochenen und erschreckenden Frage: „Weib,welches böse Geschick hat dich hicher gebracht?"
„Meines Vaters Gefahr und Euer Befehl," erwiderte siemit schwacher aber fester Stimme.
„Und Ihr hofft Hülfe von mir!?"
„Wenn Ihr mir sie leisten könnt," erwiderte sie in dem-selben Tone milder Demuth.
„Und wie sollte ich diese Gewalt besitzen?" fuhr der Zw^'flmit bitterem Hohne fort, „ist meine Gestalt die eines Ritters,der dem Unrecht abhilft? Ist dieß ein Schloß, worin einMächtiger wahrscheinlich seinen Wohnsitz aufschlägt, welcherGewalt genug besitzt, daß eine schöne Bittende, die ihn an-fleht, Hülfe von ihm erlangt? Mädchen, ich spottete deiner,als ich sagte, ich werde dir helfen."
„Dann muß ich fort, und meinem Geschicke trotzen, so weites mir möglich ist!"
„Nein," sagte der Zwerg, indem er aufstand, zwischen sieund die Thür trat, und durch eine Handbewegung bei finste-