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20 (1852) Der schwarze Zwerg und eine Sage von Montrose
Entstehung
Seite
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welchem ich rede, lebte fortwährend im Schlosse; zn böserStunde schlossen sich Beide, der Herr, von welchem ich rede,auf das ernstliche Gesuch uud die Bitte» seines Freundes einerallgemeine» Gesellschaft au, worin Männer von verschiedenenpolitischen Parteien sich einfanden und wo viel getrunkenwurde. Es folgte ein Streit; der Freund des Klausners zognebst Andern den Degen, wurde von einem stärkeren Gegnerzn Boden geworfen und entwaffnet. Beide fielen im Ringenzu den Fußen des Klausners nieder, welcher, so verstellt undkrüppelhaft seine Gestalt erscheinen mag, dennoch ebenso großeKörperkraft, wie heftige Leidenschaften besitzt. Er griff einSchwert auf, durchstieß dem Gegner seines Freundes das Herz,und ward vor Gericht gestellt. Sein Leben wurde mit Schwie-rigkeit der Gerechtigkeit entzogen und er erlitt die Strafe desTodschlags in einem Jahre strengen Gefängnisses. DerGegenstand ergriff ihn tief, um so mehr, da der Getödteteein Mann von ausgezeichnetem Charakter war und grobe Be-schimpfung erlitte» hatte, bevor er den Degen zog. Bon demAugenblick glaubte ich zn bemerken, ich bitte uni Verzeihung die Anfälle krankhafter Empfindlichkeit, welche diesen un-glücklichen Herrn gequält hatten, wurden von jetzt an um soheftiger durch Gewissensvorwürfe, die er unter allen Menschenam wenigsten fähig war, sich aufznbnrdcn oder zn ertragen,wenn sie ihm durch sein unglückliches Loos anhcimfielen.Seine heftigen Anfälle der Zerknirschung konnten der Damenicht verborgen bleiben, mit welcher er verlobt war; auchmuß man gestehen, daß sie von erschreckender und furchtbarerNatur waren. Er tröstete sich mit dem Gedanken, daß ernach dem Verlauf seines Gefängnisses mit seiner Frau undseinem Freunde eine Gesellschaft bilden könne, in deren Um-gebung sich die ausgedehntere Verbindung mit der Welt ent-