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20 (1852) Der schwarze Zwerg und eine Sage von Montrose
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Durchaus nicht, ich konnte nur nicht verhindern, daßmeine Aufmerksamkeit einen Augenblick abgclenkt wurde; ichbitte Euch fortznfahren."

Er wurde zuletzt," fuhr Ratcliffe fort,der sinnreichsteSelbstquäler, von welchem ich jemals gehört habe; der Hohndes Volkes und der Spott des noch roheren Pöbels über sei-nen Rang war für ihn die Folter auf dem Rade. Er betrach-tete das Gelächter des gemeine» Volkes, dem er auf dcr-Straßebegegnete, sowie das unterdrückte Kichern, und den noch an-stößigeren Schauder junger Mädchen, denen er in Gesellschaftvorgestellt wurde, als Beweise der wirklichen Gefühle, welchedie Welt über ihn hege; er hielt sich selbst für ein ungewöhn-liches Geschöpf, welches unter den Menschen nicht mit dengewöhnlichen Bedingungen der Gesellschaft aufgenommen wer-den könne; er glaubte die Weisheit seiner Absicht, sich vonden Menschen znrückznziehcn, werde dadurch gerechtfertigt.Er schien sich nur auf die Treue und Aufrichtigkeit zweierPersonen unbedingt zu verlassen auf diejenige seiner ver-lobten Brant und eines in äußeren Gaben ausgezeichnetenFreundes, welcher aufrichtige Anhänglichkeit gegen ihn zu ha-ben schien und wahrscheinlich auch hegte. Er hätte wenigstensdieselbe hegen sollen, denn er ward im buchstäblichen Sinnedes Wortes mit Wohlthaten von demjenigen überschüttet, denIhr jetzt zu besuchen im Begriffe steht. Die Eltern des Herrn,von welchem meine Geschichte handelt, starben in kurzer Zeitnach einander. Ihr Tod verzögerte die Verheirathung, fürwölche der Tag schon festgesetzt war. Die Dame schien denVerzug nicht sehr zu bedauern vielleicht war dieß nicht zuerwarten; sie gab jedoch keine Aenßerung, daß sie ihre Absichtgeändert habe, als ein zweiter Tag nach einem passenden Zeit-räume für die Verbindung festgesetzt wurde. Der Freund, von