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20 (1852) Der schwarze Zwerg und eine Sage von Montrose
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schöne Cousine, wenn sie überhaupt die Verbindung schließenwill, sich zur Verheirathnng in aller Eile entschließen mußZeit zum bloßen jungfräulichen Sträuben ist nicht vorhanden sonst werden wir Alle Muße zur Rene oder vielmehr nursehr wenig Muße zur Rene haben; dieß sind alle Mittheilun-gen, welche gegenwärtig machen kann Euer liebender Vetter,

R. M.

Nachschrift. Sagt Isabellen, daß ich lieber dem Rit-ter den Hals abschneiden und so die Verlegenheit enden will,als daß sie sich gezwungen sehen sollte, ihn gegen ihren Wil-len zu heirathen."

Als Isabelle diesen Brief gelesen hatte, fiel er ihr aus derHand, und sie würde vom Stuhle gesunken sein, wenn ihrVater sie nicht gestützt hätte.

O Gott, mein Kind wird sterben!" rief Vcre, indem dienatürlichen Gefühle sogar in seiner Brust die Empfindungenselbstsüchtiger Politik überwältigten.Blick ans, Isabelleblickaus, mein Kind cs komme, was da will, du sollst nichtdas Opfer sein ich will mit dem Bewußtsein fallen, daßich dich glücklich hinterlaffe mein Kind mag an meinemGrabe weinen, allein es soll nicht nickt in diesem Fallmit der Erinnerung Vorwürfe gegen mich verbinden" er riefeinen Dienerruft sogleich Herrn Ratcliffe hiehcr."

Während dieses Zwischenraums wurde Miß Vere todten-bleich, drückte heftig ihre Hände, indem sie die Handflächenfest an einander preßte, schloß ihre Angen und zog ihre Lippeneng zusammen, als habe sich der starke Zwang, den sie ihreminneren Gefühle auferlcgte, sich sogar auf die Organisationihrer Muskeln ausgedehnt. Alsdann erhob sie ihr Haupt undsagte, den Athem anhaltend, mit Festigkeit:Vater, ich gebemeine Einwilligung zu der Ehe."

Der schwarze Zwerg.

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