„Du sollst nicht, mein theures Kind, du sollst nicht einsicheres Elend wählen, um mich von ungewisser Gefahr zu be-freien!" so rief Ellieslaw aus; „wir sind sonderbare und wan-kelmüthige Wesen;" er sprach die wirklichen, wenn auch nuraugenblicklichen Gefühle seines Herzens aus.
„Vater," wiederholte Isabelle, „ich werde zu dieser Ehemeine Einwilligung geben."
„Nein, mein Kind, nein — wenigstens nicht jetzt — wirwollen uns erniedrigen, um Verzug von ihm zu erhalten;dennoch, Isabelle, könntet Ihr den Widerwillen überwinden,welcher keine wirkliche Begründung hat, so bedenkt in andererHinsicht den Glanz einer solchen Heirath! — Reichthnm, Rang,Bedeutung jeder Art."
„Vater," wiederholte Isabelle, „ich habe meine Einwilligunggegeben."
Es schien, als ob sie das Vermögen, etwas Anderes zusagen, oder nur sogar die Worte des Satzes zu verändern,verloren hätte, nachdem sie sich gezwungen hatte, denselbenauszusprechen.
„Der Himmel segne dich, Kind — er wird dich mit Reich-thum, Vergnügen und Macht überschütten."
Miß Bere bat mit schwacher Stimme, den übrigen Abendallein zu bleiben."
„Aber wollt Ihr nicht Sir Frederik empfangen?" fragteängstlich ihr Vater.
„Ich werde ihn sehen," erwiderte sic, „wenn ich muß undwo ich muß, aber jetzt verschont mich."
„So sei es, Theuerstc, Ihr sollt von mir keinen Zwangerfahren, den ich Euch ersparen kann; urtheilt deßhalb nichtzu hart über Sir Frederik — es war ein Uebermaß der Lei-denschaft."