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er aber stets alle Fähigkeiten eines thätigen und gebildetenGeistes. Einige Zeit, bevor er seinen .Sitz im Schlosse anf-schlng, hatte er dort gelegentliche Besuche abgestattct undwurde alsdann von Herrn Vere, dem allgemeinen Verfahrendesselben gegen Alle, welche ihm im Range untergeordnet wa-ren, durchaus entgegen, mit auffallender Aufmerksamkeit undsogar mit Hochachtung behandelt. Seine Ankunft schien aberimmer seinem Wirthe eine Verlegenheit zu bereiten, und seineAbreise ihm eine Erleichterung zu sein; als er sich unter derFamilie vollkommen niederließ, war es für Jeden unmöglich,die Anzeichen des Mißvergnügens nicht zu bemerken, womitHerr Vere seine Gegenwart betrachtete. Der Verkehr Beiderzeigte auch wirklich eine merkwürdige Mischung von Vertrauenund Zwang. Herrn Vere's wichtigste Angelegenheiten wurdenvon Herrn Ratcliffe geleitet. Ersterer war durchaus nicht ei-ner jener reichen Leute, welche nur ihren Neigungen nachhan-gen, und zu trag, ihr Geschäft zu leiten, dasselbe einem An-dern mit Vergnügen aufbürden; dennoch wurde in manchenFällen bemerkt, daß er sein eigenes Urthcil den entgegenge-setzten Meinungen unterordnete, welche Herr Ratcliffe durch-aus kein Bedenken trug, mit großer Bestimmtheit auszu-sprechen.
Nichts schien Herrn Vere mehr zu ärgern, als wenn Fremdeirgend eine Bemerkung über den Zustand der Vormundschaftfallen ließen, unter welcher er zu leiden schien. Wurde aufdieselbe von Sir Frederik oder von einem seiner Vertrantenhingedeutet, so wies er bisweilen ihre Bemerkungen stolz undunwillig zurück, bisweilen bemühte er sich, denselben auszu-weichen, indem er mit einem erzwungenen Lächeln sagte:„Ratcliffe kenne seine eigene Wichtigkeit, er sei jedoch derehrlichste und geschickteste Kerl in der Welt, ihm selbst sei es