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20 (1852) Der schwarze Zwerg und eine Sage von Montrose
Entstehung
Seite
70
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Pierre's sind sehr selten hier zu Lande, wie ich annehmen kann,obgleich man genug Renanlts und Bedamars vorfindet."

Lucy, wie könnt Ihr so tolle Reden führen, Schauspieleund Romane haben Euch das Gehirn verdreht; Ihr wißt, daß,abgesehen von der Einwilligung meines Vaters, ohne die ichNiemand heirathcn will, und die in diesem Falle nie ertheiltwerden würde; auch abgesehen davon, daß Ihr von der Nei-gung des jungen Earuscliff keine andere Kunde, als nach Eurentollen Vermnthnngen und Einfällen habt, daß außerdem derverhängnißvolle Streit ein Hinderniß ist."

Der Streit, worin sein Vater getödtct wurde?" fragteLucy,das hat vor sehr langer Zeit statt gehabt; ich hoffe,wir haben die Zeiten der Blutrache überlebt, worin ein Zankzwischen zwei Familien wie ein spanisches Schachspiel vomVater auf den Sohn sich vererbte, und wo ein Mord oderzwei in jeder Generation vorkamen, um dergleichen Unheil nichtaussterben zu lassen. Heutzutage verfahren wir mit unfernZänkereien wie mit unfern Kleidern; wir haben »nsern eigenenSchnitt und für uns unfern bcsondern Anzug; wir denkeneben so wenig daran, die Zänkereien unserer Väter zu rächen,wie deren geschlitzte Wämser und Pluderhosen zu tragen."

Lucy, Ihr behandelt die Sache zu leichtfertig," erwiderteMiß Verc.

Durchaus nicht, meine thenre Isabelle," sagte Lucy,be-denkt, Euer Vater war zwar bei dem unglücklichen Handge-menge gegenwärtig, Niemand aber hat vermuthet, daß er dentvdtlichen Stoß führte, außerdem waren in früheren Zeitennach gegenseitigem blutigen Kampfe zwisckcn Clans die nach-folgenden Familienverbindungen so wenig ausgeschlossen, daßdie Hand einer Schwester oder Tochter das häufigste Pfandder Wiederaussvhnung bildete. Ihr lacht über meine Belesen-