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David Ritchie gab vor, einsam liegende Plätze, besonderssolche zn besuchen, wo Gespenster nach der Volkssage umgin-gen, und that sieb ans seinen Mnlh in dieser Hinsicht viel zngute. Gewiß hätte er kein häßlicheres Wesen, wie er selbstwar, antreffen können. Er war übrigens abergläubisch undpflanzte viele Eschen um seine Hütte als Schlitz gegen Zau-berei; ebcndeßhalb wünschte er auch, daß Eschen auf sein Grabgepflanzt würden.
Wie schon angegeben, liebte David Ritchie Gegenständenatürlicher Schönheit. Seine einzigen Günstlinge unter le-benden Wesen waren ein Hund und eine Katze, zu denen erbesondere Anhänglichkeit hegte, und seine Bienen, die er mitgroßer Sorgfalt behandelte. Er nahm zuletzt eine Schwesterzn sich, die in einer Hütte, dicht bei der seinigen, leben mußte;er erlaubte derselben aber nicht, die letztere zu betreten; siewar schwachen Geistes, aber nicht häßlich von Gestalt, einfachoder vielmehr einfältig, aber nicht, wie ihr Bruder, mürrischoder sonderbar. David liebte sie niemals; dies; war seinerNatur nicht angemessen; er litt sic aber in seiner Nähe. Erernährte sich und sie vom Verkauf der Produkte seines Gar-tens und seiner Bienenstöcke; zuletzt erhielten Beide eine Unter-stützung vom Kirchspiel. Uebcrhaupt konnten Personen in derLage Davids und seiner Schwester bei dem damaligen einfachenund patriarchalischen Zustande des Landes aus Unterstützungrechnen. Sie brauchte» sich nur an den nächsten Gutsherrnoder vermöglichen Pächter zu wenden, und konnten sich als-dann auf eine bereitwillige und gern crtheilte Befriedigungihrer sehr mäßigen Bedürfnisse verlassen. David erhielt oftkleine Geschenke von Fremden, um die er niemals bat, die eraber auch nicht zurückwies; er schien niemals der Meinung znsein, daß ihm dadurch eine Verpflichtung aufcrlcgt werde.