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20 (1852) Der schwarze Zwerg und eine Sage von Montrose
Entstehung
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Gewohnheiten waren in mancher Hinsicht eigenthsimlich unddeutete» auf eine Seele, die sich ihres seltsamen Gehäu-ses bewußt war. Sein hervorragender Charakter war Eifer-sucht, Mcnschenfurcht und Reizbarkeit. Das Gefühl seinerHäßlichkeit verfolgte ihn wie ein Gespenst. Die Beleidigungund der Hohn, denen er dadurch ausgcseht war, hatte seinHerz mit trotzigen und bitteren Gefühlen vergiftet, welchenach anderen Zügen seines Charakters seiner ursprünglichenGcmüthsbeschaffenheit nicht in stärkerem Grade wie seinenanderen Nebenmenschcn mitgetheilt zu sein schienen.

Er verabscheute Kinder wegen der Neigung derselben ihnzu beleidigen und zu verfolgen ; gegen Fremde war er gewöhn-lich zurückhaltend, rauh und mürrisch; obgleich er Beistandoder Unterstützung nicht znrückwies, zeigte er selten Aenßerun-gen der Dankbarkeit; er erwies sogar häufig Eigensinn undEifersucht gegen Personen, welche seine größten Wohlthätergewesen waren, und gegen welche er auch die meiste Zunei-gung hegte.

Eine Dame, die ihn von Kindheit an gekannt und unseinige Einzelnheiten hinsichtlich seiner gütigst mitgetheilt hat,erklärte, daß die ganze Familie ihres Vaters sehr vorsichtigin ihrem Verfahren gegen ihn sein mußte, obgleich er so vielAchtung und Anhänglichkeit an dieselbe hegte, wie er seinerNatur nach hegen konnte. Als sie ihn eines Tages mit einerandern Dame besuchte, führte er sie in seinen Garten undzeigte beiden mit vielem Stolze und guter Laune seine frucht-baren und geschmackvoll angelegten Beete. Sie kamen an ei-nen Platz mit Kohlpflanzen, welche durch Raupen etwas be-schädigt waren. Als David eine dieser Damen lächeln sah,zeigte er sogleich sein mürrisches trotziges Wesen, stürzte unterdie Kohlpflanzen und zerschlug sie mit seinem Stocke, indem