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20 (1852) Der schwarze Zwerg und eine Sage von Montrose
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Annot Lyle zögerte niemals in der Sache der Menschlich-keit. Sie erkundigte sich hastig nach der Natnr der Wnnde,und da sie Theilnahme für den würdigen alten Häuptlingfühlte, den sie in Darnlinvarach gesehen hatte, und durch des-sen Gegenwart ein starker Eindruck bei ihr erregt worden war,bemühte sie sich, das Gefühl ihres eigenen Kummers auf ei-nige Zeit in dem Versuch, Anderen nützlich zu sein, zn ver-gessen.

Sir Dngald führte Annvt Lyle in das Gemach des Kran-ken, worin sie auch zu ihrer Ucberraschnng Lord Menteithvorfand. Sie konnte eine Röthc nicht unterdrücken unter-suchte aber sogleich, um ihre Verwirrnng zu verbergen, dieWunde des Ritters von Ardcnvohr, und überzeugte sichleicht, daß ihre Geschicklichkeit zur Heilung derselben nichtausreichte.

Was Sir Dngald betrifft, so begab sich derselbe in eingroßes Nebengebäude, aus dessen Fußboden unter andern Ver-wundeten auch Nanald Mac Eagh gelegt war.Mein alterFreund," sagte der Ritter,wie ich Euch zuvor sagte, möchteich gerne Alles thun, um Euch einen Gefallen zu erweisen,und für die Wnnde zu entschädigen, die Ihr unter mei-nem freien Geleit erhalten habt; ich habe dcßhalb, Eurenernstlichen Bitten gemäß, Frau Auuvt Lyle abgcschickt, damitsie die Wunde des Ritters von Ardcnvohr behandelt, obgleichich nicht begreifen kann, welchen Vortheil Ihr davon habenkönnt. Ich glaube, Ihr habt einmal von einer Blutsverwandt-schaft zwischen Beiden geredet, aber ein Soldat mit einemCommando und einer Stellung, wie ich, hat andere Dinge imKopfe, als daß er sich mit hochländischen Stammbäumen ab-geben könnte."

Und wirklich, um dem Major Gerechtigkeit zu erweisen,