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erkundigte er sich niemals nach den Angelegenheiten andererLeute, und behielt dieselben eben so wenig im Gedächtniß,wenn dieselben nicht mit der militärischen Kunst irgendwiein Beziehung, oder mit seinem eigenen Interesse in Ver-bindung standen; in beiden Fällen aber war sein Gedächtnißsehr zähe.
„Und jetzt, mein guter Freund des Nebels," sagte er,„könnt Ihr mir nicht sagen, was aus Eurem hoffnungsvollenEnkel geworden ist, den ich nicht mehr gesehen habe, seitdemer mir an der Ablegung der Waffen nach dem Gefechte half,eine Nachlässigkeit, welche die Peitsche verdient?"
„Er ist nicht weit von hier," sagte der verwundete Räu-ber — „erhebt nicht die Hand gegen ihn, denn er ist Manngenug, um eine Elle lederner Geißel mit einem Fuße gehär-teten Stahls zurückzuzahlen."
„Eine höchst unpassende Prahlerei," sagte Sir Dngald;„ich verdanke Euch jedoch einige Gefälligkeiten, Ranald, undwill mich deßhalb nicht darum bekümmern."
„Wenn Ihr glaubt, mir etwas zu verdanken," sagte derRäuber, „so vermögt Ihr es jetzt mit einem Gegendienst zuvergelten."
„Freund Ranald," erwiderte Dalgetty, „ich habe von die-sen Gegendiensten in albernen Historienbüchern gelesen, daßeinfältige Ritter sich in Verpflichtungen zu ihrem großen Nach-theil einließe»; deßhalb geben, Ranald, die klügern Ritterunserer Tage niemals ein Versprechen, als bis sie wissen, daßsie ihr Wort ihren Verpflichtungen gegenüber einhatten können,ohne daß sie sich selbst in Widerwärtigkeiten oder Ungemachbringen. Vielleicht wollt Ihr den weiblichen Chirurg fürEure Wunden haben; Ihr solltet aber doch bedenken, Ranald,daß die Unreinlichkeit des Ortes, wo Ihr niedergelegt seid,
Sage von Mvntrose. 21