Druckschrift 
20 (1852) Der schwarze Zwerg und eine Sage von Montrose
Entstehung
Seite
286
Einzelbild herunterladen
 

Vourigh mit den Mac PhersonS eine Streitmacht zusammen-gcbracht haben, welche jedvch an Zahl weit geringer sein müsse,als seine eigene, und die er deßhalb ohne Zweifel durch Ge-walt oder Kapitulation zerstreuen könne."

Der Mnth von Argyle's Anhängern war hoch und Racheathmcnd wegen der Unfälle, die ihr Land so kürzlich betroffenhatten; die Nacht wurde von ihnen in gespannter Hoffnungverbracht, daß ihre Rache mit der Morgensonne befriedigtwerde. Die Vorposten beider Heere hielten eine sorgfältigeWache, und die Krieger Argyle's schliefen in der Schlachtord-nung, die sie am nächsten Tage einnehmen sollten.

Kaum hatte der erste Schein der Dämmerung die Gipfelder ungeheuren Berge gefärbt, als die Führer beider Heeresich zum Kampfe des Tages bereiteten. Es war der zweiteFebruar; die Clansleute Argyle's waren in zwei Linien nichtweit von dem Winkel zwischen dem Fluß und dem See aus-gestellt, und boten sowohl eine entschlossene, als furchtbareSchlachtordnung. Anchcnbreck würde gern die Schlacht miteinem Angriff auf die Vorposten des Feindes eröffnet haben,allein Argyle hielt es mit vorsichtiger Politik für angemesse-ner, den Angriff zu empfangen. Signale wurden bald ver-nommen, das; man denselben nicht lange erwarten werde.Die Campbells konnten in den Gebirgsschluchten die Schlacht-lieder der verschiedenen Clans vernehmen, als dieselben znmAngriff vorrücktcn. Das Schlachtlicd der Camerons mit denUnglück bedeutenden und an die Wölfe und Raben gerichtetenWorten:Kommt zu mir, und ich will euch Fleisch geben,"widerhallte laut in den Thälern des Stammes. Nach demAnsdruck der hochländischen Barden,schwieg nicht die Kriegs-stimme Glengarry's;" die Schlachtlieder anderer Stämmekonnten deutlich vernommen werden, als sie nach einander