hielten es aber für zweckmässiger, dieselbe den mehr beschränk-ten Gaben, aber der grösseren Macht seines Nebenbuhlers Ar-gyle zn übertragen.
Der Umstand, daß Letzterem dieser Vorrang zngesprochenwurde, war eine Beleidigung, welche Montrose den Covenan-ters nie vergaß; er war noch weniger geneigt, seine Ver-zeihung ans Argyle anszudehnen, dem er nachgesetzt wurde;er ward deßhalb von jedem Gefühl des Haffes, wodurch einfeuriges Gemüth in einer wilden Zeit beseelt sein konnte, zurRache an dem Feinde seines Hauses- und seiner Person ange-reizt; wahrscheinlich übten diese seine eigenen Beweggründeeinen nicht geringen Einfluss auf seine Seele, als er fand,daß die meisten seiner Anhänger eher zn einem Feldzüge gegenArgyle, als zu dem entscheidenderen Einfall in die Niederlandegeneigt wären.
Wie groß aber auch die Versuchung Montrose's sein mochte,seinen Angriff ans Argyleshire zu richten, so konnte ernicht so leicht für die Anfgebung eines glänzenden Feldzugesnach den Niederlanden entscheiden. Er hielt mehr als einenKriegsrath mit den angesehensten Häuptlingen, wobei er viel-leicht seine eigenen geheimen Neigungen ebenso wie die ihrigenbekämpfte; er stellte ihnen die äußerste Schwierigkeit einesMarsches vor, die sogar einer hochländischen Armee bei demVordringen von Osten her nach Argyleshire sich bieten müssen-Die Pässe seien kaum für Schäfer und Jäger gangbar; mitden Gebirgen seien nicht einmal diejenige» Stämme bekannt,welche zunächst denselben wohnten. Die Schmierigkeiten wür-den durch den Winter erhöht, da man schon dem Monat De-cember nahe sei; die an sich schon schwierigen Gebirgspässewürden durch Schneegestöber gänzlich unzugänglich werden.Diese Einwürfe befriedigten nicht die Häuptlinge, welche auf