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20 (1852) Der schwarze Zwerg und eine Sage von Montrose
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dicß der Fall war, wagte es der Kapitän, sich in der Loge znverstecken, deren Thiire er sorgfältig verriegelte.

Niemals wurde eine Predigt, wenigstens von einem Theileder Gemeide, mit mehr Ungeduld und weniger Erbauung an-gehört, obgleich wir gestehen müssen, das; diese Behauptungmit Kühnheit vorgebracht ist. Der Kapitän horte Sechs-zehntcs, Sicbcnzehntes, Achtzehntes und schließ-lich mit einer Art in die Länge gezogener Verzweiflung.Niemand aber kann eine cwigdancrnde Vorlesung halten (derGottesdienst wurde eine Vorlesung genannt); die Predigt er-reichte endlich ihren Schluß mit einer tiefen Verbeugung desGeistlichen gegen die vergitterte Gallerte, wobei derselbe we-nig argwohnte, wen er mit diesem Bückling beehrte. Nachder Eile, womit die Dienerschaft des Marquis die Kapelleverließ, war auch diese weniger mit ihrer kürzlich«; Beschäf-tigung, wie Kapitän Dalgetty in seiner Angst, zufrieden;wirklich konnten sich Viele der Hochländer damit entschuldigen,daß sie kein einziges Wort des Geistlichen verständen, obgleichsie auf besonderen Befehl Mac Cullnm Mo.re's sich als Zu-hörer eingestellt hatten, wie sie ihm ebenso gehorcht habenwürden, wäre der Prediger ein türkischer Imam gewesen.

Obgleich die Gemeinde sich so schnell zerstreute, blieb derGeistliche in der Kapelle zurück, ging auf und ab in dem go-thischen Raume und schien über seinen Predigttext noch wei-ter nachzudenken, oder eine neue Predigt vorznbereiten. Soverwegen auch Dalgetty war, empfand er doch einiges Beden-ken über sein weiteres Verfahren. Die Zeit jedoch drängte,und jeder Augenblick steigerte die Möglichkeit, daß der Ge-fängnißwärter vielleicht vor der gewohnten Zeit das von ihmverlassene Loch besuchen und den eingctretenen Tausch entdeckenwürde. Zuletzt flüsterte er Ranald zu, welcher alle seine Be-