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Dann kann es nicht durch das Schlüsselloch geschehen sein,"sagte Dalgctty, „denn mein Harnisch würde unterwegs steckenbleiben, könnte auch meine Sturmhaube hindnrchkommen. WasGeheimnisse betrifft, so habe ich selbst keine solche, und nurwenige, die Andern angehören. Aber sagt uns doch, welcheGeheimnisse Ihr von uns zu wissen wünscht, oder wie Pro-fessor Snufflegreek in Mareschal-College in Aberdeen zu sagenpflegte, sprich, damit ich dich kenne."
„Mit Euch habe ich nicht zuerst zu reden," erwiderte derfremde, indem er sein Licht ans die wilden und verwelktenCesichtszüge, sowie ans die großen Glieder des Hochländersfailen ließ, welcher, dicht an die Wände des Gefängnisses ge-lehnt, noch zu bezweifeln schien, ob sein Gast wirklich ein le-beüdiges Wesen sei. „Ich habe Euch Etwas gebracht, Freund,"sagte der Fremde in einem milderen Tone, „um Eure Kostetwas zu verbessern; wenn Ihr morgen sterben müßt, so istdas kein Grund, weßhalb Ihr Euch heut Abend nicht gütlichthun solltet."
„Durchaus nicht, dagegen gibt es keinen Grund in derSchöpfung," erwiderte der stets bereite Dalgetty, welcher als-bald den Inhalt eines kleinen Korbes auszuladen begann, dender Fremde unter seinem Mantel herbeigebracht hatte, währendder Hochländer aus Verdacht oder aus Verachtung die gutenDinge nicht beachtete.
„Auf deine Gesundheit, Freund," sagte der Kapitän, wel-cher, nachdem er schon ein großes Stück Lammsbraten beför-dert hatte, jetzt einen Zug ans der Weinflasche that; „was istdein Name, guter Freund?"
„Mnrdoch Campbell, Herr," erwiderte der Diener; „ichbin ein Lakai des Marquis von Argyle und gelegentlich auchdessen Untergefängnißwärter."