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20 (1852) Der schwarze Zwerg und eine Sage von Montrose
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gesagt hatte. Allerdings vermied Sir Duncan sehr vorsichtigdie näheren und geheimeren Pfade, auf welchen die GrafschaftArgyle vom Westen ans zugänglich war, denn sein Verwandterund Stammeshanpt, der Marquis, pflegte sich zu rühmen,er wolle nicht um 100,000 Kronen, daß irgend ein Sterblicherdie Pässe kennen solle, auf welchen eine bewaffnete Macht insein Land zu dringen vermöge.

Sir Duncan Campbell vermied deßhalb etwas die Hoch-lande, wandte sich dem Niederlande zu und schlug die Rich-tung nach dem nächsten Seehafen ein, wo er mehrere Galeerenmit halbem Verdeck zur Verfügung hatte. In einer derselbenschifften sie sich mit Gustavus ein, welcher an Abenteuer sogewöhnt war, daß der Aufenthalt zu Lande wie zur See ihmeben so gleichgültig war wie seinem Herrn.

Bei günstigem Winde legten sie ihre Fahrt mit Rudernund Segeln schnell zurück. In der Frühe des nächsten Mor-gens wurde dem Kapitän Dalgetty, welcher sich in einer klei-nen Kajüte unter dem halben Verdeck befand, die Kunde über-bracht, daß die Galeere unter den Mauern des Schlosses vonSir Duncan Campbell gelandet sei.

Als er somit das Verdeck der Galeere betrat, sah er Ar-denvohr vor seinen Blicken sich erheben; es war ein finstererviereckiger Thurm von beträchtlicher Größe und großer Höheauf einer in dem Salzwassersee oder dem Arm des Meeresgelegenen Landzunge, in welchen sie am vorhergehenden Abendcingelaufen waren. Dem Lande zu umgab das Schloß eineMauer mit Thürmen an jeder Ecke; dem See zu war dasselbean den Rand des Abgrundes so nahe erbaut, daß allein Raumfür eine Batterie von 7 Kanonen übrig war, welche die Vestegegen einen Angriff von dieser Seite beschützen sollte, obgleich