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20 (1852) Der schwarze Zwerg und eine Sage von Montrose
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trotzigem Ausdruck frei, obgleich es eine tiefe Schmermuthbezeugte; seine Züge im Zustande einer ruhigen Fassung warenzwar nicht schön, aber ausdrucksvoll, männlich und sogaredel. Seine dichten braunen Augenbrauen, welche bis dahinzusammeugezogen gewesen waren, waren jetzt etwas getrennt,wie im natürlichen Zustande; seine grauen Augen, welche unterdenselben mit unnatürlicher und unheimlicher Gluth vorherrollten und blitzten, erlangten jetzt einen festen und bestimm-ten Ausdruck.

Gott sei Dank," sagte er, nachdem er etwa eine Minutegeschwiegen hatte, bis die letzten Schwingungen der Harfen-töne aufhörten,meine Seele ist nicht länger verfinstert; dieWolke ist von meinem Geiste gewichen."

Ihr müßt, Vetter Allan," sagte Lord Menteith herbeitre-tend,sowohl der Annot Lyle, als auch dem Himmel für dieseglückliche Veränderung Eurer schwermüthigen Stimmungdanken."

Mein edler Vetter Menteith," sagte Allan, indem er auf-stand und ihn mit Achtung ebenso wie mit Freundlichkeit be-grüßte,ist so lange Zeit mit meinen unglücklichen Umständenbekannt gewesen, daß seine Güte keiner Entschuldigung be-darf, weil ich ihn erst jetzt im Schlosse willkommen heiße."

Wir sind zu alte Bekannte," sagte Lord Menteith,undzu gute Freunde, um auf die Ceremonien äußerer Begrüßungviel zu halten; allein das halbe Hochland stellt sich heute hierein, und Ihr wißt ja, daß Ceremonien bei unfern Häuptlingenaus den Gebirgen nicht vernachlässigt werden dürfen. Waswollt Ihr der kleinen Annot geben, daß sie Euch in paffendeStimmung versetzt hat, um Evan Dhu und Gott weiß wieviele Mühen und Federn zu begrüßen?"

Was wollt Ihr mir geben?" fragte Annot lächelnd;ich