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der Kühnsten dieser verwelkten Gestalt sich z» nähern ent-schlossen, floh sie vor ihnen unter wildem Gekreisch in dieWälder. Der Gemahl, von dem Umstande benachrichtigt, be-gab sich in das Thal mit einigen Dienern und traf geeigneteMaßregeln, um den Rückzug der unglücklichen flüchtigen Dameabznschneiden und sich ihrer Person zu versichern, wenn.anch ihrVerstand gänzlich verstört war. Man konnte nicht erfahren,wovon sie bei ihren Wanderungen durch die Wälder hatte le-ben können; einige glaubten, sie habe von Wurzeln und wil-den Beeren sich genährt, an denen die Wälder zu jener Jah-reszeit damals Ueberflnß hatten; der größere Theil des Volkesmeinte jedoch, daß sie mit der Milch der Hirschkühe ihr Da-sein gefristet habe, oder von den Feen mit Nahrung versehen,oder in einer andern gleich wunderbaren Weise am Leben er-halten sei. Ihre Wiedererscheinung lies; sich leichter erklären.Sie hatte aus dem Dickicht das Melken der Kühe erblickt;die Beaufsichtigung desselben war ihre Lieblingsbeschäftigungfrüher gewesen, und die Gewohnheit hatte sogar in ihrem zer-störten Geisteszustände ihren Einfluß geltend gemacht.
„Die unglückliche Dame wurde zur gehörigen Zeit von ei-nem Sohne entbunden, dessen Körper keinen Beweis gab, daßer durch das Unglück seiner Mutter gelitten habe; er war so-gar ein Knabe von ungewöhnlicher Gesundheit und Kraft.Die unglückliche Mutter erlangte wieder nach ihrem Wochen-bette den Gebrauch ihrer Vernunft — wenigstens in einemhohen Grade, niemals aber ihre Gesundheit und Heiterkeit.Allan war ihre einzige Freude, Sie erwies ihm eine unab-lässige Aufmerksamkeit; sie hat ohne Zweifel seiner jugend-lichen Seele viele jener abergläubischen Vorstellungen cinge-prägt, zu deren Aufnahme seine finstere und enthusiastischeStimmung so geeignet ist. Sie starb, als er ungefähr zehn