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20 (1852) Der schwarze Zwerg und eine Sage von Montrose
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Jahr alt war. Ihre letzten Worte sprach sie zu ihm im Ge-heimen; es herrscht jedoch wenig Zweifel, daß sic ihm Rachean den Kindern des Nebels zn nehmen empfahl ein Auf-trag, den er seitdem in großem Umfang ansgeführt hat.

Von diesem Augenblicke an waren die Gewohnheiten AllanMac Aulay's gänzlich verändert. Bis dahin war er seinerMutter steter Begleiter gewesen; er hatte auf ihre Träumegehorcht, ihr seine eigenen erzählt, und seine Einbildungskraft,welche wahrscheinlich wegen der Umstände vor seiner Geburtorganisch verstört war, mit allem jenen schreckhaften Aber-glauben genährt, welcher dem Bergbewohner so gewöhnlich ist,und welchem seine Mutter nach dem Tode ihres Bruders sichgänzlich hingcgeben hatte. Der Knabe erhielt durch solcheLebensart einen scheuen, wilden und schreckhaften Blick, suchtesich gern einsame Plätze in den Wäldern aus und ward nie-mals so sehr bestürzt, als wenn Kinder gleichen Alters ihmnahe kamen. Ich erinnere mich noch, obgleich um mehrereJahre jünger, wie ich von meinem Vater znm Besuch hiehergebracht wurde; ich kann mein damaliges Erstaunen nichtvergessen, womit dieser einsiedlerische Knabe jeden Versuchznrückwies, durch welchen ich ihn zur Theilnahme an solchenSpielen zu bewegen suchte, die unserem Alter natürlich waren.Ich erinnere mich noch, wie sein Vater sich bei dem meinigcnüber seinen Charakter beklagte, und zn gleicher Zeit anssprach,es sei ihm unmöglich, seine Frau der Gesellschaft dieses Kna-ben zu berauben, denn es scheine, daß derselbe für sie dereinzige noch übrige Trost in der Welt sei; das Vergnügen,das sie durch Allans Gesellschaft erhalte, scheine den Rückfallder furchtbaren Krankheit, von welcher sie hcimgesncht gewe-sen war, wenigstens in voller Kraft zn verhindern. Nach demTode seiner Mutter aber schienen sich die Gewohnheiten und