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20 (1852) Der schwarze Zwerg und eine Sage von Montrose
Entstehung
Seite
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ich hatte wenig Ursache zur Klage. Der Sold wurde ziem-lich regelmäßig bezahlt, denn die reichen Flamänder und Wal-lonen in den Niederlanden mußten das Geld hergeben. DieQuartiere waren ausgezeichnet; das gute Weizenbrod vonFlandern war besser wie das Kommisbrod aus Roggen beiden Schweden, und an Rheinwein herrschte bei uns mehrUeberssnß, wie jemals am schwarzen Rostockerbier in desSchwedenkönigs Lager. Kriegsdienst war keiner zu leisten;der Garnisonsdienst war gering, und diesen geringen Dienstkonnten wir nach Belieben thun oder bleiben lassen; es warein ausgezeichneter Platz der Zurückgezogenheit für einen Ca-valier, welcher der Feldschlachten und Belagerungen müdewar, welcher mit seinem Blut so viel Ehre erkauft hatte, wieihm dienlich sein mußte, und der den Wunsch hegte, ein wenig'Behaglichkeit und gutes Leben zu genießen."

Und darf ich fragen," sagte Lord Menteith,weßhalb IhrEuch ans dem spanischen Dienste znrückzogt, Kapitän, daIhr Euch doch, wie ich glaube, in der beschriebenen Lage gutbefandet?"

Ihr müßt bedenken, Mylord," erwiderte Kapitän Dal-getty, daß ein Spanier ein Kerl sondergleichen im Eigendünkelist, so daß er denjenigen fremden Cavaliere» von Muth, wel-chen cs gefällt, bei ihm Dienste zu nehmen, nicht die gehörigeRücksicht erzeigt; nun aber schmerzt cs jeden ehrenwerthenSoldaten, bei Seite geschoben und zurückgesetzt zu werdenund jedem prahlenden Sennor nachstchen zu müssen, welchersehr gern seinen Platz einem schottischen Cavalier abträte,wenn es sich um Ersteigung einer Bresche im Pikcnangriff han-deln würde. Außerdem, Herr, empfand ich Gewissenszweifeli» Bezug ans meine religiöse Angelegenheit."

Ich würde nicht geglaubt haben, Kapitän Dalgetty," sagteSage von Montrvsc. 4