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arme Fra» sagte nur mit vielen Thränen, daß ihr Mann keinHaushälter sei (er war wirklich ein großer Verschwender), sohabe sie das Gold ohne sein Wissen versteckt, und brauche esje nach Gelegenheit, hauptsächlich aber im Wochenbett; ssebeschwor mich, so wahr ich den König liebe (für den ihr Mannebenso wie sie viel gelitten hatte), so möge ich ihr Geld nichtbehalten; sie sagte, wenn mehr oder weniger darin wäre, wie24 Goldstücke und 2 Thaler, so mache sie keinen Anspruchdarauf; sie habe das Geld in einer rothen Sammtbörse hinge-legt. Nachdem ich sie hinsichtlich ihres Geldes beruhigt hatte,ließ ich eine neue Nachsnchnng anstcllen, fand das übrigeGeld und die Börse von Sammet zernagt, ebenso wie meineStrümpfe, und gab das Geld sogleich der Frau zurück. Ichhabe oft gehört, daß das Fressen oder Zernagen von Kleiderndurch Ratten Unglück bedeutet, welches denjenigen befallensoll, dem die Kleider gehören. Ich danke Gott, daß ich der-gleichen Ahnungen nicht zugethan bin und mich nicht darumbekümmere. Allerdings traf mich kurz darauf mehr als einUnglück, allein ich hätte das besser vorhersehen können, wieRatten oder solche Ungeziefer, und dennoch dachte ich nichtdaran. Ich habe wirklich manche schöne Geschichte von Rat-ten erzählen hören, wie sie Häuser und Schiffe verlassen,wenn die ersteren abbrenncn und die zweiten scheitern sollen.Naturforscher sagen, es seien sehr kluge Geschöpfe, und ichglaube das auch. Ich werde aber niemals glauben, daß siezukünftige Ereignisse vorhersehen können, denn ich vermuthe,daß sogar der Teufel dieß nicht vermag; der Allmächtige hatdiese Dinge in dem Busen seiner göttlichen Gegenwart ver-borgen gehalten. Ob nun der große Gott diese Dinge, dieuns als unabwendbare Nothwendigkcit zufallen, vorher befoh-len oder bestimmt hat, ist eine noch unentschiedene Frage."