Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
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Zimmer; dann plötzlich gegen Wilmson.Thust mir leid, armerTeufel!" sagte er zu ihm mit sichtbarer Gutmüthigkeit:Wollensehen, wie sich'S ändern läßt! Ich hab's Wohl mit dir gemeint,und dich nun durch den kleinen Knorpel da unglücklich gemacht,Ergib dich in dein Schicksal und spiele keinen gottlosen Streich.Du hast gedroht, Hand an dich legen zu wollen. Untersteh'dich'Snicht. Pfui, ein Kerl, wie du, Selbstmörder! Hast du keine Re-ligion und willst ewig verdammt sein? Untersteh'dich'S nicht, oderich lasse dich unter den Galgen begraben und , , , Höre, ich will'Sdir wieder gut machen. Bitte dir eine Gnade aus. Ich will dirAlles gewähren; aber von dem kleinen Geschöpf da kann ich dichnicht wieder losmachen. Das ist gegen Gottes Gesetz. Sonst bitte,was du willst, und ich gewähre es dir gern. Was wünschest du?Was könnte dich zufrieden stellen?"

Wlmson besann sich nicht lange:Ew. Majestät, die Freiheit,meinen Abschied aus dem Dienst."

Man sah, diese Bitte hatte ,der König nicht erwartet. Er trateinen Schritt zurück mit unzufriedenem Gesicht. Nach einer Weilesagte er lächelnd:Hat mich der Blitzbursche gefangen! Aber ichhabe dir Vieles gut zu machen. Ich halte dir Wort. Dn bist frei.Geh'! Doch morgen begib dich zu deinem Obersten. Vielleicht än-derst du über Nacht den Sinn. Er wird dir noch Vorschläge thunin meinem Namen. Geh' und versöhne dich mit deinem Schicksal,das ich dir wider meinen Willen gegeben habe."

Die Thüren öffneten sich. Wilmson und Clementine, entzücktvon der Gnade des gutmüthigen Monarchen, entfernten sich. O,um wie viel lieber wären fie dankbar zu seinen Füßen auf die Kniegesunken! Rasch wechselte Wilmson seine bürgerlichen Kleider wie-der gegen den abgelegten Soldatenrock ein. Er war frei. DerGedanke machte ihn trunken. Als er mit Clcmentinen hinaustratin die Nacht auf die Straße, schloß er die Geliebte an seine Brust