Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
Seite
369
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Name» angeben. Clementine behauptete vergebens, es sei Jrrthum,Man hielt sie mit Gewalt fest, da sie die Überbringerin des könig-lichen Befehls gewesen; und der König schreibe ausdrücklich vonder Neberbringerin. Sie erklärte vergebens, daß sie den Brief voneinem andern Mädchen übernommen habe; der König werde diesesgemeint haben. Man lachte dazu. Der Oberst und der Feldpre-diger wurden berufen. Clementine gerieth vor Angst und Schreckeni» verzweiflungsvolle Sinnlosigkeit, von der sie erst beim AnblickWilmsonS genesen sei.

ClcmentinenS Erzählung, statt i» WilmsonS Gedanken das Räth-sel zu lösen, verwirrte ihn nur noch mehr.

Also nicht Sie waren mir bestimmt? Und Sie stnd mir gegendes Königs Willen zu Theil geworden?" rief er und konnte sichdes Lachens nicht wehren:Uebler hat sich noch kein König ver-rechnet, und glücklicher hat noch kein Quiproquo gemacht."

Aber," sagte Clementine und sah sich ängstlich um,was solldaraus werden? Das kann doch nicht gelten. Ich kann doch nicht . . .ich werde nicht ..."

Clementine, Sie sind mir angetraut. Wir sind unauflöslichverbunden. Der höchste aller meiner Wünsche, meine Sehnsuchtist erfüllt, und die unerhörteste Gewaltthat hat mir aufgedrungen,was ich nur von Ihrem Herzen, als freies Geschenk, als Beloh-nung meiner reinen und treuen Liebe mit Schüchternheit hoffte.Ja, ich habe Sie geliebt, mit Leidenschaft, seit dem ersten Tagein Magdeburg. Sie waren und blieben mein einziger Gedanke.Sehen Sie doch da und da auf Büchern und Zetteln Ihren Namens-zug ; lesen Sic da in der Fensterscheibe das Wort Clementine, mitdem Diamant eingeschnitten! Ach, könnten Sie in meinem Herzenlesen!"

Clementine sah erröthend auf den Jüngling, dann verlegen um-Zsch. Nov. VIII. 12'