lttiig; meine Neigung sind, neben der Landwirthschaft, die Wissen-schaften.
„Wissenschaften? Was verstehst du darunter? Griechisch, La-teinisch, Hebräisch, Chaldäisch?"
— Ich lese die alten Griechen und Nbmer gern, habe dabetGeschichte und Mathematik getrieben, und liebe auch die franzbsischeund italienische Literatur.
„Pfui Teufel! Aus dir muß es keinen Fcderfuchs geben. Fortdamit! Daß du gut schreiben, lesen und rechne» kannst, freut mich.Ich will dich anvancircn."
— Ihre Majestät wolle» geruhe» . . .
„Ich nehme dich unter meine Garde nach Potsdam. Verstehstdu? Soldat mußt du werden, wenn aus dir ein ganzer Kerl wer-den soll. Du wirst nicht der Kleinste bleiben, hast vollkommenden Ansatz von sechs Schuh und darüber."
— Ihre Majestät . . .
„Wenn du dich rechtschaffen aufführst, sollst du nicht sechs Wo-chen lang Gemeiner bleiben. Ich brauche in meiner Garde ge-schickte Leute. Hast du eine Braut?"
— Ihre Majestät! . . . stammelte Wilmso», und ward fcncrroth.
„Seht mir doch, der Milchbart wird da krebSroth! Nun, hatnichts zu sagen. Ohne meine Spczialcrlanbniß darfst du keine Fraunehmen; ich will dir schon ein Mädchen geben. Also wir stnd miteinander im Reinen. Hast du den Scldatcnstand lieb?"
— Nein, Ihre Majestät, ich will frei bleiben.
„Schock Millionen Teufel, was unterstehst du dich?"
— Ich habe nicht die Ehre, einer Ihrer gcbornen Nntcrthaneuzu sein.
„Einerlei! "
— Ich bin Bürger in den vereinigten Niederlanden.
„ Gleichviel."