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8 (1851)
Place and Date of Creation
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Ei, Fra» von Moos, einem Offizier liegt das Befehlshabe-rische in alle» Gliedern. Das innß ihm wie angeschaffcn sein.Aber er war sehr frcnndlich, sehr höflich, solch ein Herr istvon Adel, müssen Sie wissen! n»d denken Sie doch, er sprachmit unser», Herrn Wilmson wie Seinesgleichen, nannte ihn sogarSie! Denken Sie doch, einen Bürgerlichen nannte er Sie!Wetter, das hat doch etwas auf sich! Geben Sie Acht, das Allesrührt vom König her. Morgen kommt Glück und Ehre über diesesHans. Sic dürfen morgen noch nicht abreiscn!

Ach, lieber Bruder," sagte Frau von Moos zum alten HerrnWilmson,ich wünschte, statt erst morgen Mittag vom heitern Ab-schiedSmahle hinweg zu reisen, schon heute davon zu gehen nnddich mit mir zu nehmen. O Bruder, ist es dir möglich, fliehemit mir, da es noch Zeit ist, diese Nacht »och. Es ist nicht gutin der Nahe des Löwen wehrlos leben!"

Herr Wilmson schüttelte lächelnd den Kopf nnd sagte beruhigendzu ihr,Juliane, was auch der Kommandant oder der König vonmir wolle, es wird nichts Ehrloses und nichts Ungerechtes sein.Ich bin mir keiner Schuld bewußt. Wäre ich schuldig, oder nurverdächtig, so würde mir keine Einladung znm Kommandanten ge-worden sein, sondern ich wäre verhaftet worden. Ich glaube aberauch nicht an die Ehre nnd das Glück, welches Krabb meinem Hanseweissagt. Ich bin mir keiner besonder» Verdienste bewußt, die ichum den Staat hätte, und wohl noch weniger hat sie Fritz. DasAußerordentliche, was die Zukunft für uns hat, bringt sie unsimmer »nvermuthet; aber was wir im Voraus von ihr fürchtenoder hoffen, ist nie so groß, als wir erwarten."

Gebe Gott," seufzte Frau von Moos,daß du nicht das Nn-vcrmnthete empfängst. Ich fürchte mich nicht vor den Menschen,,aber vor denen, die weniger als Menschen find, oder mehr alsMenschen sein wollen."