Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
Seite
320
Einzelbild herunterladen
 

320

ist cui.noch heut' viel bewunderter Held. Soll ich ihn preisendO verzeiht es nur, wenn ich vor den Gewaltigen auf Erden zit-tere ! Mag vielleicht mein gerechter Schmerz und Argwohn gutenFürsten Unrecht thun verzeih' niir's Gott! Ich fürchte den,der ungebunden und gewaltig ist."

Mühmchen, Sic reden vom Schwedcnkönig Karl dem Zwölf-ten. Wir aber freuen uns des wacker» Friedrich Wilhelm. Ermag seine Fehler habe», er mag . . ."

O mein Kind, eS muß Niemand auf Erde» ungebundene»Wille» und ungebundene Macht haben, oder er besitze zugleich diegöttliche Heiligkeit. Denke dir eine Gottheit mit Launen und Leiden-schaften , und du hast ..."

Alle Teufel! " schrie der Invalide:DaS wird mir fast kraus.Laßt mir meinen König in Ehren! Gr meint'S gut, immer gut,beleidigt kein Kind, und ist ein Soldat dazu, wie Keiner in derWelt. Haben Sic denn, Frau von Moos, in ihrem Lande keinenHerrn?"

Nein, außer Gott, keinen."

Das ist etwas kurios. Den haben wir hier bei uns auch.Aber der Herrgott kommt doch bei Ihne» nicht ln Person auf denBerg Sinai, wie vor Zeiten, und gibt Gesetze."

Nein, die Bürger vereinigen sich zu dem, was bei ihnen gel-ten soll, und wählen Obrigkeiten, die darüber wachen, daß Allesdarnach geht."

Zum Kukuk, das muß eine Hottentottenwirthschaft sein."

Keineswegs. Alles geht in Ordnung."

Also starke Garnisonen, die das Volk in Zucht halten?"

Gar keine Soldaten. Man schickt einen Weibel mit Mantelund Stab, und Alles gehorcht."

Wunderlich, aber mir gesällt'S nicht. Ein Land ohne Sol-daten ist wie eine Stadt ohne Häuser, wie ein Wald ohne Bäume.